Beratungsstand: am 4.9. mehrheitlich mit den Stimmen der CDU und GAL gegen die Stimmen der SPD und der LINKEN abgelehnt.
Antrag der Abgeordneten Dora Heyenn, Christiane Schneider, Norbert Hackbusch, Joachim Bischoff, Elisabeth Baum, Wolfgang Joithe-von Krosigk, Kersten Artus, Mehmet Yildiz (Fraktion DIE LINKE): Betr.: Freibad Ohlsdorf muss erhalten bleiben!
Die Bäderland GmbH plant, zur Finanzierung der notwendigen Sanierung des Hallen- und Freibades Ohlsdorf weit mehr als ein Drittel der Gesamtgrundstücksgröße (9.900 qm von circa 24.000 qm) zur Wohnungsbebauung zu verkaufen. Das bedeutet für das Freibad Ohlsdorf: Die beiden 50 m-Außenbecken, die Sprungtürme, die Rutschen und weite Teile der Liegewiese würden verschwinden. Das dafür entstehende kleine 1,35 m tiefe Außenbecken zeigt die tief greifende Veränderung: von einem familien-freundlichen Schwimmbad mit großen Außenfreiflächen und Liegewiesen als Oase im Sommer zu einem begrenzten Wellness- und Fitness-Bereich. Die zwangsweise Nut-zung des Hallenbereiches wird den Preis für den Schwimmbadbesuch auch noch kräftig erhöhen.
Gerade in Großstädten sind attraktive Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche notwendig. Gerade in einer Zeit, in der erschreckend viele Kinder nicht mehr schwimmen können, müssen Freibäder wie Ohlsdorf als preisgünstiges Ferienangebot erhalten bleiben.
Vor mehreren Jahren wurde schon das Freibad Lattenkamp geschlossen. Eine weitere Kürzung im Bereich der Freibäder ist unakzeptabel.
Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wird aufgefordert,
sich für die Sanierung und den Erhalt des Schwimmbades Ohlsdorf als Freizeitstätte für Kinder, Jugendliche und Familien, insbesondere für die Beibehaltung der zwei großen Außenbecken, der Sprungtürme, der Rutschen sowie der begrünten Freiflä-chen einzusetzen.