Elbphilharmonie: Kostenexplosions-Ursachenforschung

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Was ist das eigentlich  für eine Unverschämtheit!  Zuerst sollte das Grundstück ausreichen. Dann wurde 2005 die  Machbarkeitsstudie präsentiert und Ole von Beust sagte:„77 Millionen Euro sind die Summe, wenn alles schief läuft.“ Es folgte der Festpreis von 241 Millionen, inzwischen sind es über 500 und am Ende werden wohl weit mehr als 600 Millionen für die Elbphilharmonie ausgegeben sein.
Das ist nicht zu vergleichen mit anderen Kostensteigerungen bei öffentlichen  Aufträgen. Eine solche Kostenexplosion ist ohne Beispiel. (...)

Wir wollen in dieser Broschüre die Entstehung dieses Kostenwahnsinns nachzeichnen und einige wichtige Aspekte besonders hervorheben. Zu wenig wurde bisher über die katastrophale Konstruktion dieser öffentlich-privaten „Partnerschaft“ und ihre kostspieligen Auswirkungen geredet. (...)

Leider ist dieses Theaterstück noch lange nicht zu Ende. Die Konstruktionsfehler und Hintertürchen der Verträge des Bauvorhabens lassen weitere Millionenkosten erwarten. Und sie lassen ein Defizit aus dem Konzertbetrieb befürchten, das den Hamburger Kulturhaushalt über viele Jahre schwer belasten wird.

Norbert Hackbusch
Fraktionsvorstand DIE LINKE und Vorsitzender des Kulturausschusses