20. Januar 2012

Herbststatistik wieder im Mai?

BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG  
Drucksache  20/2853
20. Wahlperiode  20.01.12

Schriftliche Kleine Anfrage
der Abgeordneten Dora Heyenn (DIE LINKE) vom 13.01.12

Betr.: Herbststatistik wieder im Mai?


Die Behörde für Schule und Berufsbildung hat im letzten Jahr mit der Veröffentlichung der Herbststatistik 2010 einen traurigen Rekord erzielt: sie ist erst im Mai 2011 erschienen. Die Fraktion DIE LINKE hat in der Vergangenheit wiederholt nach Gründen für die unhaltbaren Zustände in der Schulstatistik gefragt.

So habe ich in der Schriftlichen Kleinen Anfrage 19/7714 „Herbststatistik wieder nach Weihnachten?” vom 09.11.10 ausgeführt: „Die Behörde für Schule und Berufsbildung hat die Ergebnisse der letzten Herbststatistik 2009 erst im Winter Anfang 2010 vorgelegt. Ein derart langer Zeitraum ist nicht nachvollziehbar. Die Daten werden zeitnah benötigt. Außerdem handelt es sich dabei um Daten einer Geschäftsstatistik, die im normalen Verwaltungshandeln eingegeben und abgerufen werden können. Interessant ist hier ein Vergleich mit der Bundesagentur für Arbeit, die für einen erheblich größeren „Kundenkreis“ und ein erheblich größeres Territorium zuständig ist. Sie veröffentlicht sehr differenzierte Daten ihrer Geschäftstatiken zum jeweiligen Monatsende jeweils für den zurückliegenden Kalendermonat.

Soviel will man gar nicht von der Schulbehörde erwarten. Nur wäre es im Interesse der Kinder und Jugendlichen und ihrer Eltern wichtig, zeitnahe Daten über die Situation an den Schulen zu Beginn eines Schuljahres zu erhalten.“ 

Auf meine Frage „Aus welchen nachvollziehbaren Gründen hat im vergangenen Jahr die Veröffentlichung von Ergebnissen der Herbststatistik 2011 derart lange gedauert?“ hat der Senat geantwortet: „Im Sommer 2009 wurde eine veraltete Softwaretechnik im Bereich der zentralen Datenhaltung abgelöst.Der Einsatz dieser neuen Systemtechnik hat dazu geführt, dass unerwartete Anpassungsarbeiten an verschiedenen Schnittstellen notwendig wurden. Darüber hinaus bestanden im Zusammenhang  unter anderem mit dem Projekt „Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung“ (RISE), der Bildungsberichterstattung und den Vorbereitungsarbeiten  für Regionale Schulentwicklungskonferenzen neue fachliche Anforderungen, die im Rahmen des komplexen Prozesses der Datenerhebung, des Datenclearings und der notwendigen Qualitätsprüfungen zu berücksichtigen waren. Dieses hat dazu geführt, dass sich die Veröffentlichung verzögerte.“

Damals hat der Senat angekündigt, dass „die Herbststatistik 2010 nach dem derzeitigen Planungsstand Ende Januar 2011 veröffentlicht“ würde. Tatsächlich war es dann der Mai 2011. 

In der Antwort vom 25.11.11 auf die Schriftliche Kleine Anfrage 20/2320 hat der Senat zugesagt, die „Ergebnisse der aktuellen Herbststatistik sollen um Ende dieses Jahres veröffentlicht werden”. Das Ende des Jahres ist verstrichen und es liegen mit Datum vom 12.01.2012 die Ergebnisse der Herbststatistik mal wieder nicht vor.  

Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:

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