9. August 2010

Konsequenzen aus dem Aufstellungsbeschluss für eine Soziale Erhaltungsverordnung

BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/6938
19. Wahlperiode
17.08.10
 
Schriftliche Kleine Anfrage
des Abgeordneten Dr. Joachim Bischoff (DIE LINKE) vom 09.08.10

Betr.: Konsequenzen  aus  dem  Aufstellungsbeschluss für  eine  Soziale  Erhaltungsverordnung

Nach jahrelanger Abstinenz, ja Ablehnung von Sozialen Erhaltungs- samt
Umwandlungsverordnungen durch die jeweiligen Senatsmannschaften ist seit 2009 endlich Fahrt in die Angelegenheit gekommen. Mittlerweile werden solche Verordnungen auch von der hamburgischen Landesregierung wieder verstärkt  ins  Augenmerk  gerückt  und  als  eine  geeignete  Maßnahme  eingestuft,  darüber  insbesondere  in  den  innenstadtnahen  Quartieren  die  Auswirkungen  der  anhaltenden  Gentrifizierung,  wenn  schon  nicht  die  Mietpreisexplosion,  so  doch  zumindest  die  hohe  Zahl  von  Umwandlungen  einzudämmen. 
In  diesem  Zusammenhang  ist  daher  von  besonderem  Interesse,  wie  der 
Senat  mit  dem  in  dieser  Hinsicht  am  weitesten  fortgeschrittenen  Stadtteil 
St.  Georg  umgeht.  Bekanntlich  hat  Stadtentwicklungssenatorin  Hajduk  am
22. Juni 2010 den Aufstellungsbeschluss für größere Teile des Hauptbahn-
hofviertels  bekannt  gegeben.  Nun  folgt  in  den  kommenden  Monaten  eine 
repräsentative Untersuchung, um den Aufwertungs- und Verdrängungsdruck
für die Bevölkerung zu eruieren. Zugleich gilt seit dem 22. Juni 2010 die in der Presseerklärung der Stadtentwicklungsbehörde veröffentlichte Regelung, dass  „das  Bezirksamt  bereits  eingehende  Anträge  auf  Abriss,  bauliche  und
Nutzungsänderung  sowie  Umwandlung  für  maximal  ein  Jahr  zurückstellen“
kann, mithin  bis zu dem Zeitpunkt, zu dem laut Angaben der Senatorin mit der endgültigen Entscheidung über den Erlass einer Sozialen Erhaltungsverordnung zu rechnen ist – die Rede ist dabei von frühestens April 2011.

Im Nachgang zu meiner Schriftlichen Kleinen Anfrage vom 6. Juli 2010 (Drs.
19/6681 vom 13.7.2010) möchte ich vom Senat wissen:

Die Fragen des Abgeordneten und die Antworten des Senats finden Sie hier