Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche minderjähriger Mädchen in Hamburg im vergangenen Jahr um 7,9 Prozent gestiegen. Im Jahr 2007 haben sich 150 minderjährige Hamburgerinnen für eine Abtreibung entschieden. Demnach liegt Hamburg im bundesweiten Vergleich hinter dem Saarland auf Platz zwei.
Insgesamt gab es in Hamburg im vergangenen Jahr 4,2 Prozent mehr Eingriffe als im Vorjahr. Bereits im Jahr 2006 war die Zahl der Eingriffe um 0,7 Prozent höher als im Vorjahr.
Durch die gestrichene Kostenübernahme von Verhütungsmitteln geraten ALG II-Empfängerinnen zunehmend finanziell in Bedrängnis. ALG II-Bezieher/-innen tun sich schwer, die zehn bis 20 Euro pro Monat für Verhütungsmittel aufzubringen. In dem Regelsatz für den Bereich der „Gesundheitspflege“ sind 13,17 Euro vorgesehen – egal, wie alt die Betroffenen sind, egal ob männlich oder weiblich. Eine Veränderung im Kontrazeptionsverhalten hin zu günstigeren und weniger sicheren Verhütungsmitteln ist mit Eintritt in den Bezug von ALG II zu verzeichnen.
Die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch nach der Beratungsregelung sind von der Frau/dem Paar selbst aufzubringen. Für Frauen in einer finanziellen Notlage (Einkommen unter 966 Euro beziehungsweise 941 Euro im Osten) übernimmt – nach Antragstellung – das jeweilige Bundesland die anfallenden Kosten.
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