Im Rahmen einer sogenannten „Klimaakademie“ veranstaltet der Energieversorger Vattenfall im Schuljahr 2007/2008 Unterricht an etwa 30 Hamburger Schulen mit eigens geschulten Mitarbeitern.
Im Rahmen der „Klimaakademie“ haben sich 9. bis 10. Klassen auch an einem Quiz zum Thema regenerative Energien und technische Innovationen beteiligt, für das ein Schulpreis von je 5.000 Euro ausgelobt wurde. Lehrerinnen und Lehrer werden in den Gebrauch der Messkoffer eingeführt und zum Unterrichtsthema „Beleuchtung“ geschult.
Vattenfall präsentiert sich in den Schulen als Unternehmen, das Klimaschutz ernst nimmt. Die Imagewerbung ist weniger ein Zeichen für ein radikales Umdenken von Vattenfall, als ein Ausdruck für den wachsenden Druck, unter dem Vattenfall steht.
Dass Schülerinnen und Schüler ausgerechnet vom Konzern Vattenfall objektiv über Klimaschutz informiert werden, ist kaum anzunehmen. Kein anderer Stromversorger setzt bei seinem Energiemix so stark auf Braunkohle. Vattenfall produziert 63 % seines Stroms mit Braunkohle. Unter dem Deckmantel Klimaschutz und mit Einsatz der Techniken der Öffentlichkeitsarbeit betreibt Vattenfall „Greenwashing“.
Wie viel Raum Konzerne im Schulwesen haben, ist stets eine Frage politischen Handelns, Entscheidens oder Nichtstuns.