23. April 2009

Aufgabe der Kfz-MeisterinBetrieb AutoDiva, Zukunft der Kleingewerbetreibenden auf dem Gelände Feldstraße/Budapesterstraße

BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/2878

19. Wahlperiode 22.04.09

Schriftliche Kleine Anfrage der Abgeordneten Kersten Artus (Fraktion DIE LINKE) vom 22.04.09

Betr.: Aufgabe der Kfz-MeisterinBetrieb AutoDiva, Zukunft der Kleingewerbe-treibenden auf dem Gelände Feldstraße/Budapesterstraße

Der Realsupermarkt Feldstraße wird bald geschlossen. Auf dem Gelände befindet sich auch die Kfz-MeisterinBetrieb Autodiva und weitere Kleingewerbetreibende. Der Betrieb Autodiva, der seit zehn Jahren als Deutschlands einzige Autowerkstatt in Frauenhand positiv Werbung für Hamburg macht, wird aus persönlichen Gründen der Betreiberinnen zum September 2009 aufgegeben.

Die Vermieterin Sprinkenhof AG sagte noch im Februar 2009 zu, dass problemlos ein Nachmieter gestellt werden könne. Diese Zusage soll nun nicht mehr gelten – weil auf dem Gelände eine Musikhalle geplant ist – allerdings erst in einigen Jahren.

Dementsprechend wird einem Kaufinteressierten, der die traditionelle Kfz-Werkstatt auf St. Pauli weiterführen möchte, kein (auch nicht befristeter) Mietvertrag angeboten oder zugesichert. Dies bedeutet, dass die Betreiberinnen der Autodiva die Werkstatt auflösen müssen. Eine weitere dramatische Folge: da ein bestehendes Existenzgründer-darlehen durch die Erlössumme einer Betriebsauflösung nicht gedeckt ist, werden sich die Betreiberinnen hoch verschulden müssen, um es zurückzubezahlen.

Im Falle eines Verkaufes an den Nachmieter wäre dies nicht der Fall gewesen. Somit verlieren die Stadtteile Schanzenviertel/St.Pauli nicht nur eine von insgesamt zwei Kfz-Werkstätten, sondern die Betreiberinnen verlieren trotz erfolgreicher Unternehmensführung einen Großteil ihrer Kapitalausstattung.
Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:

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