27. Januar 2009
Suizid in der UHA
BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/2078
19. Wahlperiode 27.01.09
Schriftliche Kleine Anfrage der Abgeordneten Christiane Schneider (Fraktion DIE LINKE) vom 27.01.09
Betr.: Suizid in der UHA
Am 24. Januar 2009 wurde die erst tags zuvor in Untersuchungshaft genommene, 24 Jahre junge Natascha W. am frühen Morgen tot in ihrer Zelle aufgefunden.
Aus diesem Anlass frage ich den Senat:
- Wie viele Gefangene in Untersuchungshaft haben im Zeitraum der letzten zehn Jahre Suizid begangen? Bitte nach Jahren aufschlüsseln sowie nach Geschlecht und Alter.
- Wie viele Gefangene in Strafhaft haben im Zeitraum der letzten zehn Jahre Suizid begangen? Bitte nach Jahren aufschlüsseln sowie nach Geschlecht und Alter.
- Laut Pressemitteilung der Justizbehörde wurde Natascha W. um 6.45 Uhr tot aufgefunden? Um wie viel Uhr beziehungsweise in welchem Zeitraum ist der Tod eingetreten?
- Wann, zu welcher Uhrzeit wurde Natascha W. in ihrer Zelle eingeschlossen?
- Wann, zu welcher Uhrzeit wurde Natascha W. das letzte Mal lebend gesehen?
- Macht – angesichts der Tatsache, dass die Inhaftierung geeignet ist, Angst und Verzweiflung hervorzurufen – die Untersuchungshaftanstalt Gesprächs-, Hilfs- und Betreuungsangebote für Gefangene, gerade auch für junge Menschen?
Welche diesbezüglichen Angebote gibt es in den ersten 24 Stunden nach Inhaftierung, welche Angebote in der ersten Woche? Wenn es keine Angebote gibt, warum nicht? - Welche Maßnahmen hat die Untersuchungshaftanstalt ergriffen, um festzustellen, ob Natascha W. verzweifelt und suizidgefährdet war?
- Welches Hilfsangebot wurde der jungen Frau seitens der Untersuchungshaftanstalt gemacht?