28. Juli 2009

Die Neuansiedelung der Fachklinik und der Clean-WG durch Jugendhilfe e.V. am Standort Witthöftstraße 5/Schädlerstraße 24

BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/3644
19. Wahlperiode 21.07.09

Schriftliche Kleine Anfrage
der Abgeordneten Kersten Artus und Dora Heyenn (Fraktion DIE LINKE) vom 21.07.09

Betr.: Die Neuansiedelung der Fachklinik und der Clean-WG durch Jugendhilfe e.V. am Standort Witthöftstraße 5/Schädlerstraße 24

Jugendhilfe e.V., ein Träger der Wohnungslosen- und Suchthilfe, plant amStandort Witthöftstraße 5/Schädlerstraße 24 die Fachklinik Hamburg Wandsbek anzusiedeln, sowie die Errichtung einer Clean-WG. Beides sind Einrichtungen, in denen Menschen behandelt und betreut werden, die sich entschieden haben, ein Leben ohne Konsum von illegalen Suchtmitteln zu führen. Dementsprechend besteht die Aufnahmevoraussetzung in der erfolgreich abgeschlossenen körperlichen Entgiftung beziehungsweise in der Entgiftung
vom Beikonsum bei Substitutionspatienten und -patientinnen. Auch nach Rückfällen gilt diese Regelung.

Durch den Neubau der Einrichtungen wird Jugendhilfe e.V. den Anforderungen des Leistungsträgers, der „Deutsche Rentenversicherung Nord“ gerecht, welche eine Zentralisierung verschiedener Fachbereiche und somit einer Vernetzung und Verdichtung von Personal und Angeboten innerhalb der Drogenhilfe entspricht.

Vor dem Hintergrund diverser Einwände von umliegenden Schulen hat sich nun eine öffentliche Diskussion ergeben, die zum einen stark durchsetzt ist von einer ablehnenden Haltung gegenüber ehemaligen Drogenkonsument/-innen, und zum anderen sowohl Sorgen in der Bevölkerung schürt, als auch bei der Belegschaft von Jugendhilfe e.V., die auf die geplante Neuansiedelung
zur Sicherung ihrer Arbeitsplätze angewiesen ist.

Vor diesem Hintergrund fragen wir den Senat:

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