BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/3679
19. Wahlperiode 24.07.09
Schriftliche Kleine Anfrage
der Abgeordneten Dr. Joachim Bischoff und Mehmet Yildiz (Fraktion DIE LINKE) vom 24.07.09
Betr.: Keine Wohnung für siebenköpfige Familie in Wilhelmsburg die nach einem Wohnungsbrand obdachlos wurde?
Seit nunmehr rund vier Wochen haust die obdachlose siebenköpfige Familie XXX ohne Hygienevorrichtungen in einer Gartenlaube in Kirchdorf-Süd. Nachdem die alte Wohnung bei der SAGA GWG in Abwesenheit der Familie ausgebrannt ist, wurde für die sieben Familienmitglieder noch kein Ausweg aus der gegenwärtigen Wohnungslosigkeit gefunden. Die jüngeren Kinder sind zwei und vier Jahre alt, der Zweijährige leidet unter Epilepsie. Die schulpflichtigen Kinder gehen im Stadtteil zur Schule, die Familie hat hier ihr soziales Umfeld.
Den Allgemeinen Sozialen Diensten (ASO) und dem Jugendamt ist die Familie und ihre Situation bekannt. Bisher waren sie jedoch nicht in der Lage, die Familie auch nur kurzfristig beziehungsweise übergangsweise gemeinsam unterzubringen. Inzwischen wurde der Familie von der SAGA GWG eine Übergangsunterkunft im Stadtteil Veddel, in einem Männerwohnheim, angeboten. Aufgrund
eines Rohrbruchs war diese nicht bewohnbar und ist nun, mittlerweile neu gestrichen, noch geprägt von starker Geruchsbildung.
Gegen die Familie läuft seitens der SAGA GWG eine Kündigungsklage, deren Ziel es ist, ein Räumungsverfahren gegen die Familie zu erwirken. Wenn dieses durchgesetzt wird, womit die SAGA GWG offenbar rechnet, müsste die Familie auch noch die Übergangswohnung verlassen. Dem Verfahren ging ein länger währender Streit über Mietschulden voraus. Mittlerweile wurden die ausstehenden Schulden allerdings beglichen. Die SAGA GWG ist dennoch nicht bereit, die Kündigung zurückzunehmen.
Vor diesem Hintergrund fragen wir den Senat:
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