31. Juli 2009

Schweinegrippe – das Virus kennt keine Grenzen (II)

 BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/3674
19. Wahlperiode 31.07.09

Schriftliche Kleine Anfrage der Abgeordneten Kersten Artus (Fraktion DIE LINKE) vom 23.07.09
und
Antwort des Senats

Betr.: Schweinegrippe – das Virus kennt keine Grenzen (II)

Die Zahl der an Schweinegrippe (Influenza A/H1N1/2009) erkrankten Menschen in Deutschland steigt in den letzten Wochen vermehrt an. Die Verteilung der Erkrankungsfälle ist dabei regional sehr unterschiedlich. Während Hamburg zurzeit kaum betroffen ist (15 Fälle) nimmt Niedersachsen mit 422 nachgewiesenen Erkrankungen den zweiten Platz im Bundesländervergleich ein beziehungsweise ist sogar führend bezogen auf die Einwohnerzahl.

Aufgrund der größeren Verbreitung muss nun auch in Deutschland mit schweren Verläufen gerechnet werden. Ein Ansteigen der Fallzahlen ist auch aufgrund der begonnenen Reisezeit in Hamburg zu erwarten. Um diese möglichst zu begrenzen, sollte Vorsorge getroffen werden. Die Pandemiearbeitsgruppe der Kassenärztlichen Vereinigungen hat in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer Empfehlungen zur Vorbereitung der Praxen auf eine Influenza-Pandemie entwickelt. Auch wenn diese Empfehlungen noch nicht speziell auf die Schweinegrippe gemünzt waren, könnten sie eine geeignete Maßnahme gegen ihre Ausbreitung darstellen.

Die Schweinegrippe ist in die Kategorie des § 6 (1) 5 Infektionsschutzgesetz (Auftreten einer bedrohlichen Krankheit) aufgenommen. Seit dem 1. Mai 2009 ist nicht nur die Labordiagnose oder der Tod meldepflichtig,
sondern auch der Verdacht oder die klinische Diagnose.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:

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