6. Mai 2009

Mangelnde Barrierefreiheit infolge nicht intakter Anlagen

BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/3012

19. Wahlperiode 06.05.09


Schriftliche Kleine Anfrage des Abgeordneten Dr. Joachim Bischoff (Fraktion DIE LINKE) vom 06.05.09

Betr.: Mangelnde Barrierefreiheit infolge nicht intakter Anlagen

Die Zahl älterer Menschen wächst, mithin auch ihr Anteil unter den Verkehrsteilnehmer/-innen. Auch andere Gruppen mit eingeschränkter Mobilität sind auf einen gut organisierten und erschwinglichen Öffentlichen Personennah- wie Fernverkehr angewiesen: Empfänger/-innen von Transferleistungen, Eltern mit Kleinkindern, Menschen mit Behinderung und so weiter. Für die letztgenannte Gruppe – insbesondere Rollstuhlfahrer/-innen – sind die Ausstattungsmerkmale dabei von entscheidender Bedeutung. Hier erweist sich, dass viele Umsteigeeinrichtungen nicht im Entferntesten als barrierefrei zu bezeichnen sind, ganz im Gegensatz beispielsweise zu Berlin oder München, wo nahezu 80 Prozent beziehungsweise 100 Prozent zum Beispiel der Nahverkehrs-Bahnhöfe über mindestens einen Lift verfügen.

In Hamburg dagegen gelten lediglich 19 von 46 S-Bahn-Haltestellen als bar-rierefrei, von 80 U-Bahn-Stationen nur 30. Bei der U-Bahn-Station Ochsen-zoll zum Beispiel können Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit die Bahnsteige nicht erreichen, weil lediglich Treppen vorhanden sind. In Wil-helmsburg dagegen gibt es zwar einen Fahrstuhl, der aber war in jüngster Vergangenheit öfters und teilweise über längere Zeiträume nicht betriebsbereit. Ebenso am Barmbeker Bahnhof, wo der Lift wochenlang ausgefallen war. Auch im Bereich der „Deutschen Bahn AG“ (DB) sind Störungen bei den Fahrstühlen und Rolltreppen an der Tagesordnung. Behoben werden sie offenbar nicht immer zeitnah.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:

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