BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/6061
19. Wahlperiode
07.05.10
Schriftliche Kleine Anfrage
der Abgeordneten Christiane Schneider (DIE LINKE) vom 30.04.10
Betr.: Behandlung traumatisierter Bundeswehrsoldaten in Hamburger Krankenhäusern
Die jüngsten Zahlen weisen einen heftigen Anstieg traumatisierter Bundeswehrsoldaten aus. Betrug die Zahl der Soldaten, die wegen Posttraumatischer Belastungsstörungen (PTBS) in Behandlung waren, 2006 noch 55, so stieg sie schon 2007 auf 145, im Jahr 2008 auf 226 und verdoppelte sich dann noch einmal in 2009 auf 446. Dabei ist die Dunkelziffer nach Auffassung von Fachleuten hoch. In den USA etwa ergaben Studien, dass jeder dritte Soldat Traumaopfer wurde. Hier wurden allein nach den Einsätzen in Irak und Afghanistan bei 106.726 Soldaten, die den Dienst quittierten, schwere psychische Störungen diagnostiziert, wie eine Studie des US-Kongressausschusses für Veteranenangelegenheiten im September 2009 darlegte.
Die wachsende Zahl traumatisierter Soldaten konfrontiert damit, dass Krieg Zerstörung, Tod und Leid nicht nur den Ländern bringt, in denen beziehungsweise gegen die Krieg geführt wird, sondern auch den Gesellschaften, die militärische Auslandseinsätze durchführen. Die Veteranenforschung in den USA zeigt, dass viele Kriegsheimkehrer Probleme haben, wieder in den Alltag einer Zivilgesellschaft zurückzufinden. Soziale Isolation, zunehmende Suchtproblematik und eine hohe Zahl von Selbsttötungen von Soldaten beziehungsweise Veteranen gehören zu den Folgen von Kriegseinsätzen.
Vor diesem Hintergrund und im Anschluss an die Drs. 19/2582 und 19/5270 frage ich den Senat:
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