30. April 2010

Behandlung traumatisierter Bundeswehrsoldaten in Hamburger Krankenhäusern

BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/6061
19. Wahlperiode
07.05.10
 
Schriftliche Kleine Anfrage
der Abgeordneten Christiane Schneider (DIE LINKE) vom 30.04.10

Betr.: Behandlung  traumatisierter  Bundeswehrsoldaten  in  Hamburger  Krankenhäusern

Die  jüngsten  Zahlen  weisen  einen  heftigen  Anstieg  traumatisierter  Bundeswehrsoldaten  aus.  Betrug  die  Zahl  der  Soldaten,  die  wegen  Posttraumatischer Belastungsstörungen (PTBS) in Behandlung waren, 2006 noch 55, so stieg  sie  schon  2007  auf  145,  im  Jahr  2008  auf  226  und  verdoppelte  sich dann  noch  einmal  in  2009  auf  446.  Dabei  ist  die  Dunkelziffer  nach  Auffassung  von  Fachleuten  hoch.  In  den  USA  etwa  ergaben  Studien,  dass  jeder dritte  Soldat Traumaopfer wurde. Hier wurden  allein  nach den  Einsätzen  in Irak und Afghanistan bei 106.726 Soldaten, die den Dienst quittierten, schwere  psychische  Störungen  diagnostiziert,  wie  eine  Studie  des  US-Kongressausschusses für Veteranenangelegenheiten im September 2009 darlegte. 

Die  wachsende  Zahl  traumatisierter  Soldaten konfrontiert  damit,  dass  Krieg Zerstörung, Tod und Leid nicht nur den Ländern bringt, in denen beziehungsweise  gegen  die  Krieg  geführt  wird,  sondern  auch  den  Gesellschaften,  die militärische  Auslandseinsätze  durchführen.  Die  Veteranenforschung  in  den USA zeigt, dass viele Kriegsheimkehrer Probleme haben, wieder in den Alltag  einer  Zivilgesellschaft  zurückzufinden.  Soziale  Isolation,  zunehmende Suchtproblematik und eine hohe Zahl von Selbsttötungen von Soldaten beziehungsweise Veteranen gehören zu den Folgen von Kriegseinsätzen.

Vor diesem Hintergrund und im Anschluss an die Drs. 19/2582 und 19/5270 frage ich den Senat:

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