BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/5756
19. Wahlperiode
30.03.10
Schriftliche Kleine Anfrage
der Abgeordneten Christiane Schneider (DIE LINKE) vom 24.03.10
Betr.: Neonazi-Konzert in Hamburg-Harburg
Am Samstag, den 20.3.2010, hat in Moorburg ein Neonazi-Konzert mit den Bands „Kategorie C - Hungrige Wölfe“ und „Nothlösung“ im Schützenhof „Im alten Moorkathen“ stattgefunden, an dem circa 450 Personen aus den neonazistischen Spektren, von militanten Kameradschaften und NPD teilgenommen haben.
Die Band „Kategorie C - Hungrige Wölfe“ wird im aktuellen Verfassungsschutzbericht des Landes Bremen neben den neonazistischen Skinhead-Bands „Hetzjagd“, „Endlöser“ und „Endstufe“ als „Hooliganband“ bezeichnet, die wegen ihrer „gewaltverherrlichenden Lieder in der Skinhead-Szene beliebt“ und „in der Vergangenheit zusammen mit rechtsextremistischen Skinhead-Bands bei Konzerten aufgetreten“ ist.
Bereits im März 2009 hatte ein Neonazi-Konzert mit der Band „Kategorie C - Hungrige Wölfe“ in dem von der SAGA – Siedlungs-Aktiengesellschaft verpachteten Schützenhof „Im alten Moorkathen“ stattgefunden, an dem circa 500 Neonazis und Gleichgesinnte aus ganz Norddeutschland teilgenommen hatten.
Obwohl die Band „Kategorie C“ eindeutig rassistische und Gewalt verherrlichende Lieder spielt, der Bandsänger Hannes Ostendorf Sänger der Band
„Nahkampf“ war und sich an einem Brandanschlag auf ein Bremer Flüchtlingsheim beteiligt hatte und der Bremer Verfassungsschutz die Band in seinem Bericht aufführt, wurde „Kategorie C“ von den Hamburger Behörden bisher „nicht als rechtsextremistisch“ eingestuft, wie es in der Antwort des Senats auf die Kleine Anfrage der LINKEN heißt (Bürgerschaftsdrucksache 19/2606).
Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:
Die Fragen der Abgeordneten und die Antworten des Senats finden Sie hier