BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 20/2486
20. Wahlperiode 09.12.11
Schriftliche Kleine Anfrage
der Abgeordneten Dora Heyenn (DIE LINKE) vom 02.12.11
Betr.: Inklusionskonzept der Schulbehörde: Ungerechtigkeit für alle?
Schulsenator Rabe hat auf einer Pressekonferenz am 23.11.2011 das Inklusionskonzept des Senats vorgestellt. Er lobte sich für neu bereitgestellte Stellen für Erzieher/-innen und Sozialpädagogen/-innen aus, beklagte aber, dass diese ungleichmäßig verteilt seien. Einige Schulen seien dadurch sehr gut, andere schlecht gerüstet. Deshalb wolle er eine gerechte und passgenaue Verteilung schaffen. Dazu heißt es in einer Presseerklärung der Schulbehörde vom 23.11.2011:
„Für Kinder mit LSE-Förderbedarf erhalten allgemeine Schulen pro Woche 3,5 zusätzliche Unterrichtsstunden an Halbtagsschulen und 3,8 zusätzliche Unterrichtsstunden an Ganztagsschulen zugewiesen. Das Personal wird den Schulen pauschal nach einem Schlüssel zugewiesen, der sich an der Gesamtschülerzahl und der sozialen Lage der Schulen orientiert. Aufgrund bisheriger Erhebungen und wissenschaftlicher Untersuchungen wird für Hamburg insgesamt ein Anteil von 5 % Kindern mit LSE-Förderbedarf zugrunde gelegt (davon mittelfristig 80 % an den allgemeinen Schulen und 20 % an den Förderschulen).
Der Anteil pro Schule differiert je nach sozialer Lage erheblich und liegt bei den Stadtteilschulen grundsätzlich doppelt so hoch wie bei den Grundschulen. Eine durchschnittliche Grundschule würde demnach für 12 LSE-Kinder eine Grundzuweisung von zusätzlich 1,5 Stellen (42 Unterrichtsstunden), eine durchschnittliche Stadtteilschule für 67 LSE-Kinder eine Grundzuweisung von zusätzlich rund acht Stellen (233 Unterrichtsstunden) erhalten.“
Leider hat Schulsenator Rabe lediglich gesagt, wie hoch die Ressource für eine Durchschnittsschule sein soll. Er hat sich aber darüber ausgeschwiegen, wie er die Ressourcen nach sozialer Lage differenzieren will.
Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:
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