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30. Januar 201210:57

Broschüre "Abgeschobene verschwinden nicht!" jetzt da !

Im Sommer 2011 fuhren 2 Reisegruppen aus Deutschland und Frankreich nach Serbien und Mazedonien auf den Spuren von abgeschobenen und „freiwillig zurückgekehrten“ Familien. Sie besuchten, unter anderen, Verwandte von Roma Familien, die sie in Hamburg 2010 kennengelernt hatten. Diese in Hamburg lebenden Familien waren damals als Asylbewerber nach Deutschland gekommen, ganz oft sogar zurückgekommen: ihre Kinder waren hier in den 90er geboren und zur Schule gegangen, die Eltern hatten lange gearbeitet, sie hatten sich ein Leben aufgebaut…bis man sie schweigend abschiebt.
Diese Broschüre erzählt warum wir diese Dokumentationsreise unternommen haben, was wir dort erlebt, gehört, gesehen und gefühlt haben. Diese Broschüre versucht die Geschichten von mehreren Abgeschobenen sichtbar, hörbar zu machen. Denn, Abgeschobene verschwinden nicht! Die Regierungen, die sie ins Elend oder in der Gewalt zurückschieben möchten sie nicht mehr unter den Augen haben. Mit diesen Berichten wollten wir versuchen, den Abgeschobenen diese verlorene Stimme wiederzugeben.

Für diese Broschüre verlangen wir 3€ pro Exemplar. Dieser Preis soll natürlich die Druckkosten aufdecken aber dazu dienen, die Roma Familien, die letztens aus Hamburg nach Serbien und Mazedonien abgeschoben worden sind, zu unterstützen. Für Bestellungen können Sie einfach an die E-Mail

romasinhamburg@googlemail.com
 
schreiben mit Name, Adresse, Telefonnummer und gewünschten Anzahl von Broschüren.

Wir hoffen, dass diese Geschichten euch auch mitnehmen und freuen uns auf Verbreitung und Weiterleitung dieser Broschüre.

Björn Radke(bjoern.radke@linksfraktion-hamburg.de)PermalinkKommentare 0
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10. Januar 201217:41

STOPP MIT DEM PACKEN ! ALLE BLEIBEN !!

von Marine De Haas

Mehrere Roma Familien aus Serbien und Mazedonien kämpfen seit 2010 für ein Bleiberecht in Hamburg. Ihre Kinder sind oft in Deutschland geboren und fühlen sich hier zuhause. Unter dem Druck der Ausländerbehörde und als Folge der Deutschen und Europäischen Migrationspolitik wurden viele Roma bereits abgeschoben oder « freiwillig » zurückgeschickt. So zum Beispiel Tommy,  der in Belgrad ständig fragt:
« Wann fahren wir nun endlich nach Hause nach Deutschland? »

Die Roma Unterstützungsgruppe und die Roma Familien laden euch zu einem Abend in der Aula der Ganztagsschule St. Pauli ein, um zusammen zu sitzen und uns auszutauschen:

  • Live-Schaltung nach Serbien und Mazedonien mit Abgeschobenen
  • Musik von Roma Jugendliche
  • Erzählungen
  • Kaffee, Börek und andere leckere Roma Spezialitäten
  • Fotoausstellung einer Dokumentationsreise im Sommer 2011
  • Film « Invisible» von Ingvild Vetrhus über Roma in Belgrad
  • und noch mehr...

Wir freuen uns auf Euch
am 18.01.2012 ab 19.30 Uhr

in der Aula der Ganztagsschule St. Pauli,
Friedrichstraße 55

Björn Radke(bjoern.radke@linksfraktion-hamburg.de)PermalinkKommentare 0
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4. Januar 201213:12

Solidarität mit den Menschen im Lager Horst – Kundgebung am 14.01.2012 um 12 Uhr

von Marine DE HAAS

Seit 2006 nutzt Hamburg das Lager Nostorf/Horst in Mecklenburg-Vorpommern als Erstaufnahmeeinrichtung für die in Hamburg ankommenden Flüchtlinge.

Der Vertrag zwischen Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern wurde zwar zum September 2012 gekündigt, aber erneute Verhandlungen von Seiten des SPD Senats zur Weiterführen sind im Gespräch. Das fällt noch hinter die rigide Flüchtlingspolitik des schwarzgrünen Vorgängersenats zurück und ist ein Skandal. Die Innenbehörde Hamburgs hat schon angekündigt, dass sie gemeinsam mit den Schulbehörden und Mecklenburg-Vorpommern jetzt daran arbeitet „bedarfsgerechte schulische Angebote“ zu schaffen.
(Siehe Artikel vom 04.01.12 zu Horst in der Welt Hamburg

Und damit wird die Perspektive einer gerechten dezentralen Flüchtlingspolitik einfach verantwortungslos zur Seite gerückt.
Im November 2011 waren noch rund 150 Flüchtlinge aus Hamburg in dem Lager Horst untergebracht, davon 34 Familien und 71 Minderjährigen.

  • Das Lager bedeutet für alle eine völlige Isolation.
  • Am Wochenende fährt zwischen dem Lager und Boizenburg oder Lauenburg kein Bus.
  • Kontakt zu RechtsanwältInnen oder Beratungsstellen werden durch die Abgeschiedenheit sehr erschwert oder unmöglich gemacht.
  • Die psychischen Probleme durch die traumatischen Erlebnisse der Flüchtlinge werden durch das Lagerleben verstärkt. Die spärliche medizinische Versorgung im Lager bietet keine ausreichende Hilfe.
  • Die Kinder der Familien können nicht zur Schule gehen. Die für Hamburg geltende Schulpflicht wird ignoriert.
  • Einige der Flüchtlinge müssen bis zu 15 Monaten im Lager ausharren, oder solange bis sie abgeschoben werden.
  • Das Lagerleben macht krank. Wir wollen die Menschen nicht alleine lassen!!

Darum ruft die Horst Gruppe in Solidarität mit den Menschen im Lager Horst auf:
Kommt alle zur Kundgebung!!
Mit offenes Mikrophon….
Mit Musik…
Mit Infos…

Gemeinsame Anreise aus Hamburg für Bahn und Auto:
09:30 S Sternschanze

Einfachste Anreise ist mit dem Auto
Weitere Infos: fluechtlingsrat-hamburg.de

Björn Radke(bjoern.radke@linksfraktion-hamburg.de)PermalinkKommentare 0
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20. Dezember 201111:25

Usko und Trajko spielen Roma Musik beim Yalda Fest von der LINKE

Ins Blid klicken und Usko und Trajko ansehen
Ins Blid klicken und Usko und Trajko ansehen

von Marine DE HAAS

Am Samstag, den 17. Dezember, fand unter dem Motto: „Über 50 Jahre Migration – über 50 Jahre kulturelle Begegnung und Vielfalt!“ das diesjährige Eine-Welt-Fest der Fraktion DIE LINKE statt. Die Fraktion der LINKE erklärt zu diesem Anlass:

"MIGRANTINNEN UND MIGRANTEN sind Teil dieser Gesellschaft geworden. Sie nehmen am gesellschaftlichen Leben teil, haben hier Familien gegründet, arbeiten und ein Teil von ihnen bestimmt sogar politisch mit. Gleichwohl wird ihnen Gleichberechtigung und eine Wertschätzung ihrer Kultur nicht in vollem Umfang zuteil.

DIE LINKE möchte mit diesjährigem Yaldafest (Fest zur längsten Nacht des Jahres) der Vielfalt der Kulturen in Hamburg Ausdruck verleihen und ein deutliches Zeichen gegen Benachteiligung, Diskriminierung, Ausgrenzung, Rassismus und Islamfeindlichkeit setzen. Der 50. Jahrestag des Anwerbeabkommens mit der Türkei ist ein willkommener Anlass, eines ins Bewusstsein zu rufen: Ohne die Migrantinnen und Migranten wäre Deutschland nicht das Land, das es heute ist."


Im Rahmen des Yalda Festes spielten Usko und Trajko, zwei Roma Jugendliche, die seit letzem Jahr immer wieder von Abschiebung bedroht sind. Die Jungs sind beide in Hamburg geboren, sprechen deutsch, gehen zur Schule und sind beide Musiktalente. Usko besucht eine Musikschule in Hamburg seit mehreren Monaten. Trotzdem gehen ihre Eltern fast jede Woche zur Ausländerbehörde und werden weiterhin nur geduldet, ohne richtige Perspektive. Ihren Auftritt auf der Bühne vor einem vielfätigen Publikum war für Usko und Trajko mal wieder die Gelegenheit zu zeigen, dass sie hierher gehören und in Hamburg, der Stadt wo sie geboren und zum Teil aufgewachsen sind, bleiben wollen.

Björn Radke(bjoern.radke@linksfraktion-hamburg.de)PermalinkKommentare 0
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14. Dezember 201109:42

Unterbringung von Flüchtlingen: SPD-Senat setzt weiterhin auf Abschottung von der Außenwelt

Mehmet Yildiz besuchte die Flüchtlinge in Nostorf/Horst
Mehmet Yildiz besuchte die Flüchtlinge in Nostorf/Horst

Antwort des Senats auf unsere Schriftliche Kleine Anfrage (Drs. 20/2424) dokumentiert, dass in der Flüchtlingsunterkunft weiterhin Kinder untergebracht werden.

In der zentralen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, in der letztes Jahr mit einem Hungerstreik gegen die menschenunwürdigen Zustände protestiert wurden, werden weiterhin Familien mit Kindern unter 17 Jahren untergebracht. 71 Kinder leben dort isoliert von der Außenwelt und können nicht zur Schule. Mehmet Yıldız, der migrationspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE:

In Deutschland gilt Schulpflicht – auch für Kinder, die oder deren Eltern Flüchtlinge sind. Indem aber Hamburg weiterhin Kinder in der Flüchtlingsunterkunft Nostorf/Horst unterbringt, verhindert es Familien daran, der Schulpflicht nachzukommen. Es kann nicht sein, dass Hamburg das Kindeswohl ignoriert und die UN-Kinderrechtskonvention verletzt. Dabei hatte sich die Hamburger SPD dafür ausgesprochen, dass die Bundesregierung die Kinderrechtskonvention in das Grundgesetz aufnimmt. Anscheinend war dieser Schritt nur „reine Symbolik“. Der Senat ist gefordert, schulpflichtige Kinder nicht mehr dort unterzubringen.“

Die Verwaltungsvereinbarung zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Land Mecklenburg-Vorpommern über die Mitnutzung der Einrichtung Nostorf/Horst wurde fristgerecht zum 30. September 2012 gekündigt. Dies wurde von den LINKEN begrüßt, da die Unterbringung in Nostorf/Horst für Flüchtlinge unzumutbar ist – sie leben dort von der Außenwelt isoliert und sie werden von der Wahrnehmung ihrer elementaren Rechte verhindert.

„Aus der Antwort des Senats geht hervor, dass der Senat an einer weiteren Unterbringung in der Flüchtlingsunterkunft Nostorf/Horst auch ab Oktober 2012 festhält. Die zuständige Behörde werde mit dem zuständigen Ministerium für Inneres und Sport des Mecklenburg-Vorpommerns in Verhandlungen über eine neue Verwaltungsvereinbarung eintreten. Dies ist auch deswegen skandalös, weil der Senat weiterhin Hamburger Flüchtlinge in Nostorf/Horst unterbringen will statt Unterbringungsmöglichkeiten in Hamburg zu prüfen. Dies ist ein Rückschritt gegenüber der Politik des schwarz-grünen Senats. In der Antwort des Senats heißt es zudem, die zuständige Behörde bereite die Bereitstellung bedarfsgerechter schulischer Angebote vor. Statt solcher vagen Versprechungen sollte der Senat alle Flüchtlinge, die unter Zuständigkeit Hamburgs fallen, in Hamburg unterbringen“, schließt Yıldız.

Björn Radke(bjoern.radke@linksfraktion-hamburg.de)PermalinkKommentare 0
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