Der Senat hat heute die neue Finanz- und Führungsstruktur bei Hamburger Museumsstiftungen vorgestellt. Es ist zu begrüßen, dass der Senat sich endlich mit der dramatischen Lage der Hamburger Museen befasst. Allerdings hat allein die Überführung der Museen in Stiftungsform allein durch die Rechtsform erhebliche Zusatzkosten verursacht.
Es gibt Schätzungen, nach denen rund die Hälfte der 13 Millionen der Entschuldung dafür aufgebraucht wurde. Geld, das die Museen für ihre Arbeit verwenden könnten und ihnen deshalb schmerzlich fehlt.
Dazu erklärt Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher: "Das Konzept enthält leider zahlreiche weitere Verschlimmbesserungen. Dass die Finanzbehörde in den Stiftungsräten sitzen soll, gleicht einer Bankrotterklärung der Kulturbehörde, die anscheinend über zu wenig finanzielle Sachkompetenz verfügt. Soll die Finanzbehörde in Zukunft wirklich darüber entscheiden, welche Ausstellungen in den Museen gezeigt werden?"