BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/4703
19. Wahlperiode
25.11.09
Antrag
der Abgeordneten Norbert Hackbusch, Dora Heyenn, Christiane Schneider, Kersten Artus, Elisabeth Baum, Dr. Joachim Bischoff, Wolfgang Joithe-von Krosigk, Mehmet Yildiz (Fraktion DIE LINKE)
Betr.: Zwischennutzung Frappant-Gebäude in der Großen Bergstraße
Große Teile der Frappant-Gebäude in der Großen Bergstraße stehen seit mehr als 20 Jahren leer. Heute können noch in den höheren Stockwerken die Arbeitsamtsschilder besichtigt werden. Auch die zuletzt von Karstadt genutzten unteren Stockwerke sind
seit Jahren ungenutzt. Die weitere Entwicklung dieses Geländes und dieser Gebäude ist weiterhin unklar. Auch der jetzt zur Diskussion stehende Investor IKEA könnte frühestens im Frühsommer mit ersten Arbeiten beginnen.
Seit einigen Monaten hat sich im Frappant eine vitale lebendige Kunstszene etabliert.
Viele Künstler kommen zum Beispiel von der Reeperbahn und mussten dort den sogenannten Tanzenden Türmen weichen.
Angesichts dieser Verhältnisse sollte es vornehmliche Aufgabe eines Senats sein, der die kreativen Kräfte dieser Stadt fördern will, sich für ein Zwischennutzungsrecht bis zur Entscheidung über eine weitere Verwendung einzusetzen.
Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg wird ersucht, sich für eine Zwischennutzung des Frappant-Gebäudes für die gegenwärtig dort aktiven Kunstschaffenden bis zu einer endgültigen Entscheidung über das Gelände einzusetzen.
Beschluss: Überweisung an Stadtentwicklungsausschuss (federf.), Kultur-, Kreativwirtschafts- und Tourismusausschuss; am 10.12.2009 (auf Antrag der Fraktion DIE LINKE)