12. Februar 2010

Dokumentation: Strafanzeige gegen das "St. Pankras"-Geschäft der HSH-Nordbank

Die HSH Nordbank verkaufte im Jahre 2007 ihre Immobilienkredite an ausländische Großbanken. Im Gegenzug musste die HSH Nordbank die Risiken einer Zweckgesellschaft, der Omega Capital, übernehmen. Mit riesigem Verlust. Faule Kreditgeschäfte wie die hunderte Millionen schweren Omega-Kredite hätten wegen der Größe einer Sondergenehmigung bedurft, die aber nie eingeholt wurde. Somit waren die Transaktionen illegal.

Zu OMEGA 55 kommen nun Hinweise auf ähnliche Geschäfte unter dem Tarnnamen "St. Pankras" in einer Größenordnung von 3,8 Milliarden Dollar. Im Gegenzug erhielten die HRE Bank und die HSH Nordbank formell Gegenleistungen in Form von einem Kaufpreis mit Abschlag, der wiederum als bilanzwirksamer Zufluss gebucht werden konnte. Da jedoch bereits in 2007 kein Markt mehr für die toxischen Papiere existierte, gab man den Kaufpreis gleich als Kredit an den formell als Käufer auftretenden Hedgefond dazu.
Bereits 2007 haben die Verantwortlichen in der HSH Nordbank mit fragwürdigen Methoden Maßnahmen ergriffen und abgesegnet, um die Zahlen und das Jahresergebnis besser darzustellen als es tatsächlich war.

Das Hamburger Anwaltsbüro Strate/Ventzke hat wegen dieses Milliardendeals der beiden Geldinstitute gerade Strafanzeige wegen Bilanzfälschung gestellt.

Wir stellen Ihnen den Wortlaut dieser Starafanzeige mit Genehmigung der Kanzlei hier zur Verfügung.