BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/4637
19. Wahlperiode
24.11.09
Schriftliche Kleine Anfrage
der Abgeordneten Kersten Artus (Fraktion DIE LINKE) vom 18.11.09
Betr.: Tuberkulose auf dem Vormarsch – Was macht der Hamburger Senat?
Tuberkulose gehört zu den fünf großen Seuchen der Welt, an der jährlich mehr als 10 Millionen Menschen erkranken. In Deutschland galt Tuberkulose lange Zeit als ausgestorben, nicht zuletzt aufgrund der breit durchgeführten Impfungen. Seit 1998 empfiehlt jedoch die Ständige Impfkommission (STIKO) die flächendeckende Impfung nicht mehr – nicht zuletzt wegen der relativen Häufigkeit an Impfkomplikationen.
Für Deutschland meldete das Robert Koch-Institut für das Jahr 2007 5.020 Neuerkrankungen, wobei besonders Großstädte zentrale Angriffsflächen der meldepflichtigen bakteriellen Krankheit sind. Somit wird geschätzt, dass sechs Erkrankungen auf 100.000 Einwohner/-innen kommen, allerdings wird nur bei einem Drittel aller Betroffenen Tuberkulose zu Lebzeiten diagnostiziert. Die WHO hat sich zum Ziel gesetzt, die Tuberkulose bis zum Jahr 2015 im Vergleich zu 1990 zu halbieren. Aber die hohen Resistenzen der Erreger gegenüber Antituberkulotika erschweren die Therapie der Betroffenen und erfordern ein hohes Maß ärztlicher Kompetenz, damit eine Behandlung eine heilende Wirkung erzielt. Als besonders gefährdet werden Menschen aus sozial benachteiligten Gruppen der Gesellschaft gesehen. Sie haben ein höheres Infektions- und Erkrankungsrisiko, weswegen hier bei der Prävention und aktiven Fallsuche ein besonderer Fokus gelegt werden muss.
Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:
Die Fragen der Abgeordneten und die Antworten des Senats finden Sie hier