BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG Drucksache 19/570519. Wahlperiode 17.03.10Antragder Abgeordneten Norbert Hackbusch, Dora Heyenn, Christiane Schneider, Kersten Artus, Elisabeth Baum, Dr. Joachim Bischoff, Wolfgang Joithe-von Krosigk, Mehmet YiIdiz (Fraktion DIE LINKE)Betr.: Die Zukunft des Gängeviertels liegt in einer gemeinsamen Lösung
Das Gängeviertel hat gute Chancen, positive Hamburger Stadtgeschichte zu schrei-ben. Nachdem das historische Quartier jahrzehntelang dem Verfall überlassen wurde und alle Investoren mit den Vorhaben, auf dem Gelände hochwertige Büroräume und Luxuswohnungen zu errichten, gescheitert sind, hat nun die „Besetzungsaktion“ von Dutzenden kreativer Menschen eine neue Möglichkeit eröffnet.
Das Gängeviertel sollte als kulturelles Denkmal erhalten bleiben. Hier zeigt sich die Geschichte dieser Stadt. Die aus drei Jahrhunderten stammenden Gebäude zeugen in exemplarischer Weise von vergangener Wohn- und Arbeitskultur und bieten die Schönheit von historischer Bausubstanz.Dieser zu schützende Charakter kann nur erhalten werden, wenn es eine gemeinsame, einheitliche Lösung für das gesamte Areal gibt. Es sollte einen Weg geben, der zugleich von Verantwortung für die Kulturgeschichte als auch von Verantwortung für neue kreative Ideen zeugt.Die Bürgerschaft möge beschließen:Der Senat wird aufgefordert:1.) die gesamte Bausubstanz des Areals zu erhalten und die Instandsetzung zügig voranzubringen;2.) das gesamte Areal in eine Hand zu geben, um ein lebendiges Zentrum der Kreativität entstehen zu lassen;3.) das Areal Gängeviertel als Anhandgabe für ein Jahr dem Verein Gängeviertel e.V. zu überlassen, damit belastbare Planungs- und Finanzierungskonzepte aufgestellt werden können;4.) Haushaltsmittel bereitzustellen für die Entwicklung belastbarer Planungs- und Finanzierungskonzepte.