23. Januar 2009

"Schule für alle" bleibt das Ziel der LINKEN

In der „Aktuellen Stunde“ stand die Schulpolitik des schwarzgrünen Senats zur Debatte. Die CDU –als auch die die SPD hatten diese zum Thema gemacht. Anlass war die Ankündigung von Schulsenatorin Christa Goetsch, die geplante Einführung der Primarschule für die heutigen Drittklässler auszusetzen.

In der heftig geführten Debatte legte die SPD nicht gerade eine Sternstunde fortschrittlicher Schulpolitik hin. Während die CDU sich immerhin einer Verlängerung gemeinsamer Lernzeit nicht mehr grundsätzlich entgegenstellt, beschuldigte der Schulexperte der SPD Ties Rabe die CDU mit Blick auf die Gymnasien des Wortbruchs. "Die CDU hat ihre Wähler getäuscht und ihre Grundsätze verraten." Damit stellte er sich in die Phalanx der konservativen Kritiker, denen die Primarschule schon zu weit geht.

Die Fraktion der LINKEN machte in der Debatte deutlich, dass sie die Absicht, mit der Einführung der Primarschulen das längere gemeinsame Lernen auf sechs (bzw. sieben) Jahre zu erhöhen, grundsätzlich unterstütze. Dies könne ein Schritt in die richtige Richtung sein, wenn bestimmte Gefahren vermieden werden. Die "Schule für alle" bleibe das Ziel der LINKEN, so der Abgeordnete Joachim Bischoff.  Die Abgeordnete Christiane Schneider ergänzte, die CDU argumentiere nicht vom Standpunkt der Entwicklung aller Kinder – wie sie eben durch längeres gemeinsames Lernen am besten gefördert wird. „Sie argumentieren von Standpunkt überkommener Privilegien, die Sie mit Zähnen und Klauen und mit List und Tücke verteidigen.“