23. Juni 2010

Lebenslagenberichterstattung

BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/6562
19. Wahlperiode
02.07.10
 
Schriftliche Kleine Anfrage
der Abgeordneten Kersten Artus (DIE LINKE) vom 24.06.10

Betr.: Lebenslagenberichterstattung

Die aktuellen Diskussionen um Kürzungen im Haushalt und insbesondere im Bereich der sozialen Ressorts machen eine umfassende Sozialberichterstattung dringend nötig. Sie soll Informationen für Politik, Verwaltung, Fachverbände und Öffentlichkeit bereitstellen. Sozialberichterstattung soll die Bewertung praktizierter oder alternativer  Strategien  ermöglichen  und  bei  der  praktischen  Arbeit  Orientierung und Hilfestellung geben.

Sozialberichterstattung soll  dazu  beitragen,  Probleme  und  Handlungsbedarf rechtzeitig  zu  erkennen.  Als  „Frühwarnsystem“  soll  sie  ein  angemessenes und bedarfsgerechtes Reagieren ermöglichen.
Sozialberichterstattung sollte auch darüber informieren, ob die bestehenden und vollzogenen (politischen) Maßnahmen greifen und in welchem Maße die politischen Ziele verwirklicht wurden.

Im Koalitionsvertrag wurde vereinbart:
„Der  Lebenslagenbericht  unter  Berücksichtigung  der  Frage  von  Armut  und Reichtum soll über die statistische Erfassung hinaus zu einem interpretierenden  und  handlungsorientierten  Instrument  weiterentwickelt  werden.  Dieser Bericht soll den Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten in seinen verschiedenen Facetten aufgreifen.“

Bis heute, mehr als zwei Jahre nach Unterzeichnung des Vertrages, liegt der Bericht nicht vor.

Dies vorausgeschickt frage ich den Senat:

Die Fragen der Abgeordneten und die Antworten des Senats finden Sie hier