BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache19/ 2408
19. Wahlperiode
20.02.09
Große Anfrage der Abgeordneten Kersten Artus, Dora Heyenn, Christiane Schneider, Norbert Hackbusch, Elisabeth Baum, Dr. Joachim Bischoff, Wolfgang Joithe-von Krosigk, Mehmet Yildiz (Fraktion DIE LINKE)
Hamburg ist ein Ballungszentrum diverser Medien. Viele traditionsreiche Großverlage haben hier ihren Sitz, die Hamburger Morgenpost gilt als älteste Boulevardzeitung Deutschlands. Hunderte Menschen werden hier jährlich für den Journalistenberuf ausgebildet. Die im Grundgesetz im Artikel 5 verankerte Meinungsfreiheit wird in Hamburg auf vielerlei Weise verwirklicht.
Vor diesem Hintergrund tragen die Medienunternehmen und ihre Beschäftigten nicht nur eine große Verantwortung, sie tragen auch wesentlich zum weltoffenen und demokratischen Image der Freien und Hansestadt bei. Aber auch im Medienmarkt wirken die Kräfte der Marktwirtschaft – sie ruinieren etablierte Strukturen und belasten den Grundgedanken der Meinungsfreiheit aufs Schärfste. Medienbetriebe rationalisieren, schließen oder wandern ab. Investoren werden ins Geschäft gelassen, deren Gewinninteressen mehr denn je mit denen der Pressefreiheit konkurrieren. Opfer sind Meinungsvielfalt, journalistische Kompetenz sowie die gesicherten Lebensgrundlagen der in den Medien Beschäftigten.
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