2. Juni 2010

Krankenhausplanung als Sektor übergreifende ambulant/stationäre bürgernahe Bedarfsplanung für Hamburg

BÜRGERSCHAFT  DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/6388
19. Wahlperiode
02.06.10
 
Antrag
der Abgeordneten Kersten Artus, Dora Heyenn, Christiane Schneider, Norbert Hackbusch, Elisabeth Baum, Dr. Joachim Bischoff, Wolfgang Joithe-von Krosigk, Mehmet Yildiz (Fraktion DIE LINKE)

Betr.:  Krankenhausplanung als Sektor übergreifende ambulant/stationäre bürgernahe Bedarfsplanung für Hamburg

Hamburg hat etwa 50 Krankenhäuser. Davon sind mehr als 30 Krankenhäuser im Krankenhausplan aufgenommen. Der Standort der Krankenhäuser ist nicht proportional zur Einwohnerinnenzahl und Einwohnerzahl in den Bezirken. Niedergelassene Haus- und Fachärztinnen und Fachärzte sind ebenso ungleichmäßig in der KV-Region verteilt. Dennoch gilt Hamburg von der Anzahl der niedergelassenen Ärztinnen insgesamt als überversorgt (Überversorgung I: 110 Prozent – 150 Prozent).

Der Zugang aller Menschen beziehungsweise Patientinnen und Patienten zu den in Hamburg existierenden Krankenhäusern und niedergelassenen Ärztinnen ist notwendig, um eine ganzheitliche medizinische Versorgung auf gleich hohem Niveau zu gewährleisten.  Über-  und  Unter-  beziehungsweise  Fehlversorgung ist zu verhindern.
Eine interdisziplinäre ambulant-stationäre Zusammenarbeit entspricht den Interessen der  Versicherten  ebenso  wie  Nutzung  und  Bündelung  aller  personellen  und  technischen ambulant-stationären Ressourcen. Zudem entspricht eine wohnortnahe medizinische Versorgung dem sich wandelnden Versorgungsbedarf mit immer mehr älteren, multimorbiden und pflegebedürftigen Patientinnen und Patienten.

Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg wird ersucht,
1.    die  Fortschreibung des Hamburger Krankenhausplanes so anzulegen,  dass die ambulant-stationären personellen und gerätetechnischen Ressourcen  für  eine Sektor übergreifende bürgernahe Versorgung optimal genutzt werden können,
2.    den Krankenhausplan zu ergänzen durch eine Übersicht der Krankenhäuser mit medizinisch-technischen Großgeräten (MRT, CT et cetera),
3.    das Konzept der Fortschreibung des Krankenhausplanes einschließlich der Übersicht der medizinisch-technischen Großgeräte der Bürgerschaft bis zum 30.09.10 vorzustellen.

-------------------------------------------------

Beschluss: Ablehnung; am 16.06.2010 mehrheitlich mit den Stimmen der CDU und GAL gegen die Stimmen der SPD und der Fraktion DIE LINKE