30. April 2010

Erhalt der Ohlendorff’schen Villa im städtischen Eigentum!

BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/6059
19. Wahlperiode
07.05.10
 
Schriftliche Kleine Anfrage
des Abgeordneten Dr. Joachim Bischoff (DIE LINKE) vom 30.04.10

Betr.:  Erhalt der Ohlendorff’schen Villa im städtischen Eigentum!

Lange Zeit war das frühere Ortsamt Walddörfer in der sogenannten Ohlendorff’schen Villa untergebracht. Mitten im Zentrum von Volksdorf wird dieses
städtische Objekt, gelegen in einem circa 5.600 m2 großen Schlosspark, von der  umliegenden  Bevölkerung  sehr  geschätzt.  Dies  machte  sich  auch  in einem Bürgerbegehren vor gut eineinviertel Jahren bemerkbar, als sich eine große  Zahl  der  Abstimmenden  für  eine  kulturelle,  öffentliche  Nutzung  des Gebäudes aussprach. 
Doch die Finanzbehörde ging trotzdem daran, das Gelände an private Investoren  zu  verkaufen.  Bisher  eingegangene  Kaufgebote  legen  den  Verdacht nahe, dass seitens der Bieterinnen und Bieter kein besonderes Interesse an einem  gemeinnützigen  Nutzungskonzept  für  die  Ohlendorff’sche  Villa  besteht.  Bestehenden  Nutzern  (dem  Kulturkreis  Walddörfer  e.V.)  sollen  offenbar die immensen Kosten für die nötige Renovierung dieses Objekts aufgebürdet werden; die absehbar hohe Miete dürfte von nicht kommerziellen Kulturvereinigungen kaum aufzubringen sein. 

Vonseiten der Fraktion DIE LINKE ist deshalb im zuständigen Regionalausschuss Walddörfer am 22. April 2010 der Antrag eingebracht worden, die Liegenschaft Im Alten Dorfe 28 – 30 zu teilen, das heißt, die denkmalgeschützte Ohlendorff’sche  Villa  im  Eigentum  der  Freien  und  Hansestadt  Hamburg  zu belassen  und  die  Renovierung  dieses  Ensembles  durch  den  Verkauf  des restlichen  Grundstücks  zu  finanzieren.  Der  Antrag  traf  auf  breite  Unterstützung, wurde allerdings nicht abschließend entschieden.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:

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