9. November 2009

Was sagt DIE LINKE zur Schweinegrippe?

www.berlinerumschau.de

Seitdem die WHO zur Schweinegrippe, auch Mexiko- oder Neue Grippe genannt, eine Pandemie ausgerufen hat, überschlagen sich die Einschätzungen über die Gefährlichkeit des Virus H1N1. Impfen oder nicht, ist neben der politischen Bewertung die Frage, die viele bewegt. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion Hamburg, Kersten Artus, skizzierte in einer Schriftliche Kleine Anfrage Mai 2009 an den Senat die politische Dimension der Ursachen und Auswirkungen.

Die Gesundheitsbehörde der Freien und Hansestadt informierte regelmäßig Vertreter und Vertreterinnen der Bürgerschaftsfraktionen über den Stand der Pandemieplanungen. Der Pandemieplan für Hamburg wurde allerdings nicht zur Verfügung gestellt.

Im Sommer 2009 zeichnete sich ab, dass der Virus H1N1 sich über Mexiko nach Nordamerika und von dort aus nach Großbritannien, wie auch von Mittelamerika aus nach Spanien ausbreitete. Daher erkrankten in Europa überproportional Menschen in Großbritannien und Spanien-Urlauber und Urlauberinnen. Auffällig war eine Häufung von Infektionen im Partyzentrum von Mallorca. Nachdem Unklarheiten und Irritationen über Umfang, Ausmaß und Gefährlichkeit des H1N1-Virus blieben, befragte Kersten Artus Ende Juli 2009 ein zweites Mal den Senat.

Größere Unruhe entstand, nachdem bekannt wurde, dass es verschiedene Impfstoffe gibt. Die Behörde gab die unverbindliche Parole aus, dass sich zunächst Schlüsselpersonen (Polizei, ärztliches Personal) und Risikogruppen (Chronisch Kranke, Schwangere, Kinder) impfen lassen sollten. Die Skepsis gegenüber der Impfung wuchs. Es war zudem eine Frage der Zeit, wann es die ersten Todesfälle in Deutschland geben und damit der Ansturm auf Impfstellen zunehmen würde.

Die Medien haben unzureichend ihren Auftrag erfüllt, aufzuklären. Sie heizten je nach Genre einerseits die Impf-Zurückhaltung an, um dann wieder Panik zu schüren. Eine sachliche Darstellung zur Vorbeugung, und um die gefährdete Gruppen von Menschen zu sensibilisieren, trat in den Hintergrund. So haben sich BILD-Leute impfen lassen - obwohl sie weder zum so genannten Schlüsselpersonal, noch zu den Risikogruppen gehören.

Gesundheitspolitisch gilt das Prinzip der Transparenz und Aufklärung

Wir haben Fachleute gefragt und folgende Aussagen erhalten: Allgemeinmediziner/-innen prüfen wöchentlich die Situation und beobachten die Entwicklung, ob die Lage bezüglich der zunehmenden Erfahrung mit der Verträglichkeit der Impfung und der Krankheitsausbreitung neu eingeschätzt werden muss.

Wir empfehlen daher nun den Flyer der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin. Weitere Informationen gibt es auf deren Website.

Ein pharma-unabhängiger Informationsdienst bietet weitere Informationen an.