15. Januar 2010

Fachbereich Sozialökonomie der Universität Hamburg (ehemals HWP)

BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/5073
19. Wahlperiode
26.01.10
 
Schriftliche Kleine Anfrage 
der Abgeordneten Dora Heyenn (DIE LINKE) vom 15.01.10

Betr.: Fachbereich Sozialökonomie der Universität Hamburg (ehemals HWP)


Die Hamburger Universität  für  Wirtschaft  und  Politik  (HWP)  zeichnete  sich durch  einen  besonderen  Hochschulzugang  für  Menschen  ohne  Abitur,  ein interdisziplinäres  Studium  der  Sozialökonomie  sowie  durch  eine  gesellschaftskritische Forschung aus. Die HWP wurde auf Empfehlung der Dohnanyi-Kommission  unter  dem  CDU-Schill-FDP-Senat  mit  der  Universität  Hamburg zwangsfusioniert.

Für die Fusion wurden rein organisatorische Gründe angegeben. Dabei wurde der Erfolg dieser Ausbildung bei Studierenden sowie die geringen Abbrecherquoten und das praxisorientierte Studium als vorbildlich gelobt.
Die  Proteste  von  Studierenden  und  Professorinnen  und  Professoren  sowie von Gewerkschaften und Parteien gegen die Zerschlagung dieser einzigartigen  Hochschule  haben  dazu  geführt,  dass  der  Studiengang  der  Sozialökonomie  und  die  interdisziplinären  Masterstudiengänge  sowie  der  quotierte Hochschulzugang für Menschen ohne Abitur erhalten geblieben sind. Auch in der aktuellen Koalitionsvereinbarung der CDU/GAL wird dies wiederholt; 

„Die Koalitionspartner sind einig,
•    dass der Studiengang Sozialökonomie am Department für Wirtschaft und Politik an der Universität erhalten bleibt.
•    dass die Zugangsmöglichkeit für 40 % Nicht-Abiturientinnen und -Abiturienten  sichergestellt  wird  und  freie  Professorinnen-  und  ProfessorenStellen dazu nachbesetzt werden.
•    dass der Studiengang und das besondere Aufnahmeverfahren ggf. durch Änderung des Zulassungsgesetzes sicherzustellen sind.“
Der  aktuelle  Struktur-  und  Entwicklungsplan  der  Universität  Hamburg  sieht dessen  ungeachtet  eine  Vielzahl  von  Stellenstreichungen  im  Studiengang der Sozialökonomie vor.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat: 

Die Fragen der Abgeordneten und die Antworten des Senats finden Sie hier