BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/5280
19. Wahlperiode 12.02.10
Schriftliche Kleine Anfrage
der Abgeordneten Dora Heyenn (DIE LINKE) vom 05.02.10
Betr.: Nachhilfe für wen?
Hamburg ist führend – in der Nachhilfe. Dies hat eine Untersuchung von Klemm & Klemm unter dem bezeichnenden Titel „Ausgaben für Nachhilfe – teurer und unfairer Ausgleich für fehlende individuelle Förderung“ ergeben. Während im Bundesdurchschnitt pro Schüler/-in 108 Euro jährlich ausgegeben werden, sind es „bis zu 131 Euro in Baden-Württemberg und in Hamburg“ (Seite 20). Weiter heißt es: „Allerdings können nicht alle Eltern ihren Kindern Nachhilfeunterricht ermöglichen, so dass es vor allem Kinder aus wohlhabenden oder höher gebildeten Elternhäusern sind, die von dieser Möglichkeit der außerschulischen Förderung Gebrauch machen können.
Dies verschlechtert die Chancengerechtigkeit eines Bildungssystems.“ Und: „Ein gutes öffentliches Bildungssystem sollte durch individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler gewährleisten, dass für die ganz überwiegende Mehrheit der Kinder und Jugendlichen der Schulerfolg auch ohne zusätzlichen, privat finanzierten Unterricht möglich ist – insbesondere auch deshalb, weil nicht alle Elternhäuser gleichermaßen in der Lage sind, die Mittel für Nachhilfeunterricht aufzubringen“.
Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:
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