20. Oktober 2009

Bücherhallen Iserbrook und Rissen geöffnet lassen

BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG

Drucksache 19/4398
19. Wahlperiode
20.10.09
 
Antrag
der Abgeordneten Norbert Hackbusch, Dora Heyenn, Christiane Schneider, Kersten Artus, Elisabeth Baum, Dr. Joachim Bischoff, Wolfgang Joithe-von Krosigk, Mehmet YiIdiz (Fraktion DIE LINKE)

Betr.: Bücherhallen Iserbrook und Rissen geöffnet lassen


Die  Bücherhallen  Rissen  und  Iserbrook  sollen  zum  Oktober  2009  geschlossen  werden.  Die  Aufgaben  sollen  von  der  neuen  Bücherhalle  in  Blankenese  übernommen werden.
Damit wird ein weiterer Anlaufpunkt für Bürgerinnen und Bürger, aber vor allem auch für Kinder und Jugendliche geschlossen. Das passt nicht in eine Zeit, in der von allen kompetenten  Seiten  her  die  Vermittlung  von  Lesekompetenz  als  wichtige  Aufgabe
gesehen wird.
Zusätzlich  wird  damit  auch  öffentliche  Unterstützung  für  einen  Stadtteilmittelpunkt gerade für Iserbrook entzogen. Darüber hinaus wird dadurch die kleine Einkaufsmeile an der Sülldorfer Landstraße gefährdet.
Ebenso gibt es leider außerdem Informationen aus den Bezirken, dass verschiedentlich  Wünschen  nach  mehr  Kundenfreundlichkeit  der  öffentlichen  Bücherhallen  durch verlängerte Öffnungszeiten nicht entsprochen wird. Auch die Verkürzung der Leihfrist
und  die  Erhöhung  der  Versäumnisgebühr  werden  geringere  Nutzerzahlen  zur  Folge haben – fatal für die Entwicklung der Bücherhallen, fatal für die Entwicklung der Stadt.

Die Bürgerschaft möge beschließen:
Der Senat wirkt mit der Stiftung Öffentliche Bücherhallen darauf hin, dass
1.)   die Bücherhallen in Rissen und lserbrook geöffnet bleiben.
2.)   ein  Konzept  vorgelegt  wird,  wie  die  öffentlichen  Bücherhallen  mehr  Besucher durch mehr Kundenfreundlichkeit erreichen können. Der Senat berichtet darüber bis zum Ende des 1. Quartals 2010.


Beschluss: Ablehnung; mehrheitlich mit den Stimmen der CDU und GAL gegen die Stimmen der SPD und der Fraktion DIE LINKE