1. Mai: Danke heißt mehr Gehalt!

Trotz Pandemie und Demonstrationsverbot rufen verschiedene linke Gruppen und Bündnisse zu Protestkundgebungen am 1. Mai auf. Inhaltlicher Fokus in diesem Jahr: Die Corona-Pandemie als Katalysator für schlechte Arbeitsbedingungen, Ausbeutung und das weitere Auseinanderklaffen der Schere zwischen Arm und Reich, sowie die linke Kritik an dem gegenwärtigen Krisenmanagement der Bundesregierung.

Unsere Fraktionsvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin Cansu Özdemir begrüßt die Proteste: „Eine feministische Perspektive auf Arbeitskämpfe und die Auswirkungen der Pandemie sind unerlässlich. Das Ringen um gute Arbeit und das gute Leben muss die besonderen Barrieren, mit denen Frauen und Queers konfrontiert sind, anerkennen, analysieren und letztlich verändern. Konkret heißt das: Hoch mit den Löhnen in der Pflege, an der Kasse, in der Kita und beim Reinigungspersonal! Haushaltsaufgaben und Kinderbetreuung als Arbeit anerkennen, geschlechtergerecht verteilen und familienfreundliche Bedingungen in den Betrieben schaffen! Und natürlich gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“


Kundgebungen in Hamburg

  • Die traditionelle 1.-Mai-Demo des DGB fällt coronabedingt diesmal aus, bzw. es werden nur 200 Kolleg:innen teilnehmen können. (Info unter hamburg.dgb.de).
  • In Winterhude hingegen lädt DIE LINKE Hamburg-Nord zu einer Kundgebung ein, Treffpunkt: Winterhuder Marktplatz um 11:00. Hygienekonzept beachten!
  • Außerdem demonstriert das Bündnis “Wer hat, der gibt”, an dem auch die Hamburger LINKE beteiligt ist, um 14 Uhr in Harvestehude. Drei Kundgebungen sind geplant. Treffpunkte sind Dammtor, Alsterpark und Eichenpark. Info: werhatdergibt.org/hamburg1mai. Ob die Kundgebungen stattfinden können, klärt sich derzeit vor Gericht. Denn die Versammlungsbehörde hat alle Kundgebungen des Bündnisses verboten. “Die Pandemie darf nicht instrumentalisiert werden, um das Versammlungsrecht auszuhebeln”, kritisiert unser innenpolitischer Sprecher Deniz Celik.
  • Eine Übersicht über alle Termine gibt es bei der LINKEN Hamburg.