„Active City“: Der Senat ignoriert den Breitensport weiter

Mit dem heute vorgestellten „Masterplan Active City“ will der Senat bis 2024 den Breitensport wie auch den Spitzensport in der Hansestadt fördern. „Dieser Masterplan ist bei genauerer Betrachtung nur eine weitere Mogelpackung dieses Senats“, kritisiert Mehmet Yildiz, sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Wieder einmal bleiben die mittleren und kleineren Vereine und damit der Breitensport auf der Strecke. Der Senat hat nichts aus seinem Olympia-Desaster gelernt.“

Das Konzept des Senats zielt in erster Linie auf  Förderung des Spitzensports und Investitionen in Olympiastützpunkte und Leistungszentren. Der Großteil der benötigten 50 Millionen Euro ist im Haushalt bereits verfügbar, bei Sanierungen und Neubau von Sportstätten setzt der Senat auf neue „Public-Private Partnership“-Projekte – zahlreiche Sportanlagen werden also teilprivatisiert werden.

„Das Label ,Active City‘ kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die generelle Situation der  Sportstätten weiter prekär bleibt“, so Yildiz. „Der Senat will ein paar Prestigeobjekte sanieren und ausbauen, wie zum Beispiel die Arena am Rotherbaum. Auf die Bedarfe der zahlreichen kleineren Vereine geht er mal wieder nicht ein.“