Veranstaltungsbericht: Konferenz “Raubbau oder Solidarische Stadt”

Ich heiße Simal Sinem Kayturan und besuche gerade die neunte Klasse der Max-Brauer-Schule, in der ich im nächsten Jahr meinen ersten Schulabschluss absolvieren werde. Zur Zeit mache ich mein Betriebspraktikum in der Linksfraktion für drei Wochen.

Ich habe schon viel parlamentarische Arbeit kennengelernt, indem ich in unterschiedlichen Ausschüssen und einer Bürgerschaftssitzung war. Aber am 7.9. und 8.9.2018 war ich bei der Konferenz „Raubbau oder Solidarische Stadt?“ in der es darum ging wie man demokratisch die öffentlichen Räume zurück erobert.

Am Freitag, den 7.9.2018, um 16:00 Uhr wurden alle im Kaisersaal des Rathauses begrüßt und es gab eine Einführung zum nächsten Tag von Mehmet Yildiz. Danach gab es eine Fragerunde, wo jeder seine Fragen stellen konnte und es wurden noch die ökonomischen Hintergründe der Stadtentwicklung von Norbert Hackbusch erklärt. Worauf dann die 15 minütige Pause folgte. Nach der Pause erzählte dann Prof. Dr. Jens Dangschat die Elemente einer Gesellschaftsanalyse des städtischen Raumes. Seine Präsentation war sehr hilfreich um alles zu verstehen und einen guten Überblick übers große Ganze zu bekommen. Natürlich erzählte er nicht nur das große Ganze sondern auch, wie es überhaupt zu diesen Problemen kam, wodurch man sich auch eine Lösung von allein ausmalen konnte. Nach der Präsentation folgte noch kurz die Vorstellung der Workshops, die am nächsten Tag stattfanden. Anschließend gab es einen Ausklang bei Wein, Brot, Käse und leiser Musik, mit der auch der Abend beendet wurde.

Am Samstag um 10:00 Uhr begannen dann alle Workshops. Es gab die Workshops: „Die Stadt denen, die Sie bewohnen“, „Von der Klientin zur Nutzerin“, „Stadtteilkulturen von unten“, „Das muss sich rechnen!“, „Die ganze Stadt ist ein Sportplatz“ und „Die Kommunale Infrastruktur ist zu wichtig, als dass man sie dem Senat überlassen könnte.“. Ich ging mit meiner Schwester und ihrer Freundin, die bei Mehmet Yildiz ein Soziales Engagement zur Zeit absolvieren in den Workshop „Stadtteilkulturen von unten“ in Raum B. In der ersten Halbzeit wurden dann die Probleme von den Jugendlichen aus Billstedt, einer Alevitischen Gemeinde und einer politischen Gemeinde aus Wilhelmsburg besprochen.

Zu erst haben wir darüber geredet, dass in Wilhelmsburg eine neue Autobahn gebaut werden soll, doch die Leute dort dagegen sind da es eigentlich nicht nötig wäre und viel zu viel Platz von Wilhelmsburg einnehmen würde. Was natürlich nicht gut für die Bewohner wäre, weil wie schon gesagt das viel zu viel Platz einnehmen würde. Und, dass sie mehr Jugendliche in deren politischen Gemeinde haben wollen.

Dann haben wir die Probleme der Alevitischen Gemeinde aus Hamburg besprochen, (die mich sehr interessierte da ich selber in einer Alevitischen Gemeinde bin) da sie seit 2 Jahren keinen Raum mehr für ihre Gemeinde hatten, also sie hatten einen Raum doch den nur für fünf Jahre und da sie eigentlich dort alles renovieren müssten würde es sich halt für die nicht lohnen, soviel Geld auszugeben.

Und das Problem bei die Jugendlichen in Billstedt war/ist es so das sie wenn sie eine Veranstaltung machen wollten fanden sie keinen Raum für angemessenen Preis. Alle Probleme wurden dann auf verschieden Karten aufgeschrieben und auf die Pinnwand angepinnt. Nachdem wir mit all dem fertig waren hatten wir für eine Stunde Pause,  wo alle Mittagessen gegessen haben.

Um 13:00 Uhr gingen alle wieder zu ihren Workshops, wir ebenfalls. In unserem Workshop besprachen wir in der zweiten Halbzeit wie man diese ganzen Probleme lösen könnte.

Zum Beispiel bei der Gemeinde könnten sie sich einen Raum teilen etc. Oder das sie um das Interesse der Jugendlichen zu wecken auf Sozialen Medien aktiv werden. Diese ganzen Lösungen schrieben wir ebenfalls auf Karten und pinnten sie auf die anderen Seite der Pinnwand.

Dann nach dem wir all das besprochen hatten, hatten wir noch mal eine Pause aber dies mal nur 15 Minuten. In der Pause holten wir uns etwas zu trinken und gingen wie am vorherigen Tag in den Kaisersaal, wo dann jede Workshop erzählte was sie gemacht hatten und was sie alles erreicht hatten. Anschließend gab es nochmals eine Fragerunde mit der dann die ganze Veranstaltung endete.

Ich fand die Veranstaltung sehr Interessant und toll, da man durch sie viel über die Probleme aus Hamburg mitbekam und auch helfen konnte Lösungen zu finden.