Asklepios–Strahlenskandal: Gutachten stellt Senatorin bloß

Bei fünf Asklepios-Patient_innen besteht der Verdacht, dass sie durch die Unterbestrahlung zumindest erheblich geschädigt wurden. Das geht laut einer Pressemitteilung des Krankenhauskonzerns von heute aus einer gutachterlichen Zwischenbewertung hervor. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem damaligen Bestrahlungsfehler und dem späteren Tod von vier Patient_innen müsse noch geklärt werden.

„Diese neue Bewertung zeigt, dass die Gesundheitssenatorin 2015 keine umfassende Aufklärung betrieben hat“, erklärt dazu Deniz Celik, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Obwohl die Ärztliche Stelle und der Behörden-Gutachter in Teilen zu unterschiedlichen Ergebnissen kamen und bereits zu Beginn des Skandals Vertuschungsvorwürfe erhoben wurden hatte die Senatorin erklärt, dass alle wesentlichen Vorwürfe gegen die Klinik ausgeräumt seien – ein gravierender Fehler. Das alles führt zu einem erheblichen Vertrauensverlust bei den Angehörigen und Hinterbliebenen der Patient_innen und weiterer Verunsicherung. Nun müssen der Strahlenskandal neu aufgerollt und tatsächlich eine umfassende Aufklärung betrieben werden. Für die nächste Sitzung des Gesundheitsausschusses werden wir eine Selbstbefassung beantragen.“