COP 23: Hamburg zeigt Flagge gegen Kohle und Moorburg!

In zwei Wochen beginnt die 23. Weltklimakonferenz. . Dort sollen weitere Maßnahmen gegen den fortschreitenden Klimawandel besprochen werden. Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion, weist dazu auf die große Demonstration der Zivilgesellschaft am 4. November 2017 in Bonn hin: „Die LINKE unterstützt den Aufruf des breiten Bündnisses unter dem Motto ‘Klima schützen – Kohle stoppen!”

Jersch begründet: „Wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel sind mehr als überfällig. Hamburg steht, mit Vattenfalls drei Kohlekraftwerken, für die höchstgradige Ignoranz der Regierenden gegenüber der Klimakatastrophe, die sich längst abzeichnet. Nicht nur, dass sich Hamburg mit dem Steinkohle-Monster noch vor wenigen Jahren ein weiteres Kohlekraftwerk genehmigt hat, sondern auch, dass der Senat offenbar auf eine noch weitreichendere Einbindung Moorburgs in Hamburgs Energienetze als ohnehin schon setzt – anstatt den bedingungslosen Ersatz des Uralt-Meilers Wedel durch erneuerbare Energieträger voranzubringen. Moorburg mit seinen jährlich rund 8,5 Mio. Tonnen CO2-Ausstoß gehört zu den klimaschädlichsten Kohlekraftwerken Deutschlands und gehört umgehend auf den Müllhaufen der klimapolitischen Irrtümer!”

Dazu komme, dass der Anteil erneuerbarer Energieträger an Hamburgs Stromerzeugung im vergangenen Jahr noch einmal stark gesunken sei, wohingegen die Energieproduktion aus fossilen Brennstoffen, maßgeblich durch Moorburg, auf sagenhafte 94 Prozent gestiegen sei. “Es ist ja schön, wenn Umweltsenator Kerstan nun ein schickes Tool zur Vorausberechnung von den Klimafolgen für Hamburg hat, doch die vordringlichste Aufgabe ist, die Ursachen des Klimawandels auch politisch zu bekämpfen – statt zuzuschauen, wie die Menschen mit den Folgen der verfehlten Klimapolitik zurechtkommen könnten. Deshalb ist es wichtig, dass gerade auch die Hamburgerinnen und Hamburger auf dem internationalen Parkett in Bonn Flagge zeigen für den sofortigen Ausstieg aus der Kohle und anderen fossilen Brennstoffen”, so Jersch.
Zur Demo in Bonn bietet z. B. der BUND Landesverband Hamburg eine eintägige Bus-Rundfahrt ab Hamburg an.