Behördlicher Lärmterror in Wilhelmsburg? (II)

  • 25. März 2014

BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache  20/11166
20. Wahlperiode  25.03.14 

Schriftliche Kleine Anfrage 
der Abgeordneten Heike Sudmann (DIE LINKE) vom 17.03.14 
und  Antwort des Senats 

Betr.:  Behördlicher Lärmterror in Wilhelmsburg? (II) 

Am 22.2.14 wurde ab 2 Uhr nachts die bestehende Lärmschutzwand im südlichen Bereich des Katenwegs abgebaut. Um 17 Uhr waren alle Arbeiten in diesem Bereich nach Angaben der Anwohner/-innen beendet. Seit diesem Zeitpunkt sind die Anwohner/-innen dem erheblichen Lärm durch S-Bahn, Personennah- und -fernverkehrszüge sowie Güterzüge schutzlos ausgeliefert. Die Anwohner/-innen messen bis zu 100 dB(A) bei einer Zugdurchfahrt, bei diesen Werten ist die menschliche Gesundheit gefährdet.

Im Bereich Schwentnerring und Leipeltstraße wurde der Lärmschutz anscheinend schon im letzten Jahr abgebaut, ohne dass ein – auch nur provisorischer – neuer Lärmschutz errichtet wurde. Die Anwohner/-innen hier sind  also noch länger ohne Lärmschutz. 
Aus der Antwort zu meiner Schriftlichen Kleinen Anfrage Drs. 20/11069 geht hervor, dass
•  für den Abbau der Lärmschutzwände die DB Netz AG und die Freie und Hansestadt Hamburg verantwortlich sind, 
•  diese Verantwortlichen kein Problem darin sehen, Anwohner/-innen ein halbes Jahr und länger dem gesundheitsschädlichen Lärm auszusetzen, 
•  diese Verantwortlichen sich nicht die Mühe gemacht haben, die Lärmwerte nach Abbau des Lärmschutzes zu ermitteln.
•  die Anwohner/-innen über diese gravierende Beeinträchtigung ihrer Lebensverhältnisse nicht informiert wurden.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:

Die Fragen der Abgeordneten und die Antworten des Senats finden Sie hier