Mathe-Abi: Umstrittene Klausur muss überprüft werden

Am vergangenen Freitag verzweifelten viele Hamburger Schülerinnen und Schüler an den Aufgaben ihrer Matheabiklausur. Und das nicht aufgrund mangelnder Vorbereitung, sondern weil Inhalt und Umfang wenig mit den vorausgegangenen Unterrichtsinhalten gemein hatten. Im Nachgang der Klausur wurden deshalb in mehreren Bundesländern (u.a. Bayern, Niedersachsen und Hamburg) Online-Petitionen gestartet mit dem Ziel, die Mathenoten fair anzupassen und die bundesweit zentral gestellten Aufgaben in Zukunft durch die Fachlehrer_innen gegenprüfen zu lassen. Der Unwille der Schüler_innen ist groß, was sich an den tausendfachen Unterschriften ablesen lässt.

Sabine Boeddinghaus, schulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, hat Verständnis für das Anliegen der Schüler_innen: “Der Schulsenator ist nun gefordert, den Sachverhalt zu prüfen und eine verträgliche Lösung für die Abiturient_innen zu finden. Es kann nicht sein, dass die Profilierungsgelüste der Kultusminister_innen mit ihrem Wahn auf Rankings dazu führen, dass den jungen Menschen Lebenschancen verbaut werden! Für die Zukunft brauchen wir einen Realitätscheck der zentral gestellten Aufgaben durch die Fachkräfte vor Ort. Unser gemeinsames Ziel muss doch sein, dass unsere Abiturient_innen die bestmögliche Unterstützung bei ihrem Start in ihre Ausbildung erhalten und sie nicht noch Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommen!“