Schulplanung für Altona: DIE LINKE fordert ein Moratorium

Begleitet von Protesten hunderter Eltern und Schüler_innen gegen eine Verdoppelung der Grundschulkapazitäten an der Max-Brauer-Schule hat Schulsenator Ties Rabe gestern sein „Konzept“ für die Erweiterung der Schulplätze in Altona verkündet – und sich selbst für seine angeblich umsichtige Politik gelobt. Zu diesem fragwürdigen Vorgang hat die Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft heute eine Anfrage eingereicht.

„Die Schulbehörde agiert undemokratisch, intransparent, über die Köpfe der Betroffenen hinweg“, erklärt die schulpolitische Sprecherin der Fraktion, Sabine Boeddinghaus. „Das muss ein Ende haben! Wir fordern ein Moratorium, die dadurch gewonnene Zeit muss für eine regionale Schulentwicklungsplanung unter echter Beteiligung aller Schulen und ihrer Gremien genutzt werden. Diesen Prozess muss die Behörde sofort einleiten und organisieren!“

„Der Senator muss seine Vorschläge zur Erweiterung der Schulkapazitäten und Neubauten mit allen vor Ort diskutieren und abstimmen“, ergänzt Wolfgang Ziegert von der Fraktion DIE LINKE in der Bezirksversammlung Altona. „Seine Verkündigungspolitik nach Gutsherrenart kommt hier ganz schlecht an. Die Eltern in Altona haben eine Vorstellung von demokratischem Umgang und demokratischer Erziehung. Wir erwarten von Rabe eine vorausschauende Schulentwicklungsplanung in engem Austausch und Rückkoppelung mit den betroffenen Schulgemeinschaften.“