Tötungsdelikt an Zweijähriger: Aufklärung und Besonnenheit sind gefragt

Am Montagabend ist ein zweijähriges Mädchen wahrscheinlich von seinem Vater getötet worden. „Dieser tragische Fall ist nicht für politische Instrumentalisierung geeignet“, erklärt dazu Sabine Boeddinghaus, familienpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Es ist jetzt geboten, Raum für Trauer und Nachdenklichkeit zu geben und besonnen zu reagieren. Zwar hat es in Hamburg schon einige Fälle von toten Kindern gegeben und jeder einzelne Fall ist einer zu viel. Von einer ,unrühmlichen Vergangenheit Hamburgs‘ zu sprechen, wie die CDU es tut, ist allerdings eine grobe Vereinfachung und Instrumentalisierung dieser erschütternden Tat.“ So hat Gudula Kaufhold von der TU Dortmund in einer Untersuchung vor der Enquete-Kommission nachgewiesen, dass Hamburg nicht mehr als andere Städte in der Bundesrepublik von solchen Fällen betroffen ist.

„Auch gleich wieder die Jugendämter ins Visier zu nehmen, bevor die Fakten auf dem Tisch sind, ist hysterisch und kein verantwortungsbewusstes politisches Handeln“, so Boeddinghaus. „Aufklärung ist immer richtig, deshalb unterstützen wir den Antrag der CDU, sich im Fachausschuss informieren zu lassen und zu diskutieren.“