Liebe kennt kein Geschlecht: DIE LINKE beim IDAHOBIT*

Warum DIE LINKE sich am “International Day against Homo-, Trans- and Biphobia” beteiligt hat

Ein Beitrag von Sarah Rambatz, Praktikantin in der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE

Weltweit werden nach wie vor Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert. Die jüngsten Ereignisse machen uns schmerzlich bewusst, wie präsent diese Gefahr noch immer ist: In Tschetschenien wird seit Wochen über die Folter, Tötung und Verschleppung von mehreren hundert Menschen berichtet – das genaue Ausmaß dieser Aktionen ist noch immer nicht abzuschätzen. Hilfsorganisationen versuchen derzeit, Betroffene aus der Gefahrenzone herauszubringen.

Die “Ehe für alle” ist überfällig!

Aber auch in Deutschland werden bi-, homo-, und trans*geschlechtliche Menschen noch heute diskriminiert. Trans- und Inter*geschlechtlichkeit gelten medizinisch nach wie vor als Krankheiten. Solange eine heterosexuelle Zweigeschlechtlichkeit stillschweigend ein Maßstab politischer Entscheidungen, juristischer Rahmensetzungen und kultureller Debatten bleibt, werden sexuelle und geschlechtliche Ausgrenzung reproduziert. Alltagssexismus und sexualisierte Gewalt gegen Frauen, Lesben, Trans* und Inter*personen (FLTI*) bleiben weltweiter Konsens. Gesetzliche Gleichstellung heißt also noch lange nicht gesellschaftliche Gleichberechtigung.

Für Beziehungskonstellationen jenseits der heteronormativen Partner*innenschaft, also zwischen Mann und Frau, ist es bisher nicht möglich, eine Eheschließung einzugehen. Wir kritisieren die daraus resultierenden Privilegien. Aufgrund der Ablehnung der “Ehe für alle”, die sich über die Mehrheit der Bevölkerung hinwegsetzende, konservative Politiker*innen verteidigen muss weiter politischer Druck aufgebaut werden. Eine mögliche Konsequenz kann nur die Ehe für alle sein.

DIE LINKE kämpft gegen Diskriminierung und Rassismus

Des Weiteren nimmt die Verbreitung von sexuell übertragebaren Infektionen immer mehr zu. Kostenfreie Verhütung für alle Menschen und die damit einhergehende komplette Übernahme der Kosten durch Krankenkassen bzw. die Aufnahme sämtlicher Verhütungsmethoden in den Leistungskatalog der Krankenkassen sollten hier die logische Schlussfolgerung sein.

Letzendlich wird mit dem Erstarken rechtspopulistischer Kräfte wie der AfD, das Weiterkämpfen für die volle Gleichstellung von bi-, homo-, und trans*geschlechtlichen Menschen immer wichtiger. Die Linksfraktion Hamburg wird auch in Zukunft eine verlässliche Partnerin im Kampf gegen Diskriminierung und Rassismus jeder Art sein. Wir rufen dazu auf, sich gemeinsam mit queeren Menschen gegen Homo-, Trans- und Bifeindlichkeit und für die Gleichberechtigung aller Menschen einzusetzen. Liebe kennt kein Geschlecht und sollte dahingehend nicht verurteilt, sanktioniert oder abgewertet werden. Wir kämpfen für die Akzeptanz der unterschiedlichen Lebensweisen und der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt in der Gesellschaft. Wir setzen uns für soziale Gerechtigkeit und individuelle Freiheit ein.