HSH Nordbank: Neuer Name, altes Gebaren

Die ehemalige HSH Nordbank (jetzt: Hamburg Commercial Bank) bleibt unverschämt: Mit ihren heute veröffentlichten Zahlen will sie demonstrieren, dass sie als Privatbank erfolgreich ist – nachdem sie jahrelang mit staatlichen Milliarden am Leben gehalten wurde. „Bei der Bank hat sich nichts geändert: Wie immer müssen andere die Last zu tragen“, kommentiert Norbert Hackbusch, finanz- und haushaltspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Waren es in den Vorjahren seit 2009 die Steuerzahler_innen, die zu den jährlichen Ergebnissen Milliarden beisteuern mussten, sind es jetzt die Gläubiger_innen, die in den letzten Jahren HSH-Anlagen gekauft haben.“

Diese Anlagen hatte die Bank Ende letzten Jahres einseitig gekündigt und will für 100 Euro Anlage nur noch weniger als 15 Euro zurückzahlen. „Diese Differenz hat sich die Bank sofort erlöswirksam eingebucht: Zum Zinsergebnis trägt das 994 Millionen Euro bei“, so Hackbusch. „Ohne diese Aktion hätte die Bank erneut einen hohen Verlust ausweisen müssen.“