Konzerthalle am Diebsteich: Kein Wunschkonzert für die Bewohner_innen

Überraschend wurde jetzt bekannt, dass der Senat auch am Diebsteich, auf dem ehemaligen Gelände von Thyssen-Krupp, eine Konzerthalle für bis zu 5.000 Besucher_innen plant. Laut NDR 90,3 erklärte der Kultursenator, hier habe man „eine sehr gute Fläche“ gefunden. In den bisherigen öffentlichen Veranstaltungen und dem laufenden Beteiligungsverfahren zu der sogenannten “Rahmenplanung Diebsteich” war das jedoch nie ein Thema, in keiner Dokumentation findet sich eine Konzert-, Musik- oder Veranstaltungshalle.

„Da macht der Senat aufwändige Beteiligungsverfahren und ruft die Anwohner_innen auf, ihre Ideen einzubringen. Doch wozu, wenn er ihnen jetzt eine Musikhalle für 5.000 Besucher_innen vor den Latz knallen will? So wird Politikverdrossenheit geschürt, welch armseliges Verhalten des Senats“, empört sich Heike Sudmann, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. Die Planungen für den Fern- und Regionalbahnhof Diebsteich hätten schon viele Anwohner_innen ein Verkehrschaos befürchten lassen. Eine Veranstaltungshalle für 5.000 Besucher_innen würde die Verkehrsbelastung gewaltig erhöhen. „Der Senat muss dringend erklären, weshalb hier auf einmal nicht mehr Wohnungen gebaut werden sollen, weshalb die Bürger_innenbeteiligung mit Füßen getreten wird und wie viele Musikhallen er außer an den bisher genannten Standorten Messehallen und Elbbrücken noch planen will.”