Kruder Drohbrief:
AfD schürt Panik und instrumentalisiert

Sämtliche Bürgerschaftsfraktionen sowie Hamburger Medien haben am Dienstag einen Drohbrief mit einem Tütchen Mehl und einer kruden Warnung vor einem folgenden Anthrax-Brief erhalten. Während andere Fraktionen und Medien einen unaufgeregten Umgang mit dem Schreiben einer ausweislich des Textes nicht sonderlich zurechnungsfähigen Person fanden, schürt die AfD in einer Pressemitteilung öffentlich Panik vor Anthrax-Anschlägen und macht ohne weitere Belege G20-Kritiker_innen für die Sendung verantwortlich.

„Die AfD dreht völlig frei“, erklärt dazu Cansu Özdemir, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Sie verschafft mutmaßlich verwirrten Täter_innen öffentliche Aufmerksamkeit, schürt Panik und instrumentalisiert das Ganze auch noch für ihre durchschaubaren politischen Zwecke. Das ist nicht nur geschmacklos und dumm, es ist auch brandgefährlich. Gerade in der aufgeheizten Situation vor dem G20-Gipfel ist diese Öffentlichkeitsaktion der AfD eine absolut unverantwortliche Eskalation.“