„Bodenampeln können nur eine Notlösung sein“

  • 26. April 2016

Mehr und mehr Menschen sehen auch beim Gehen auf ihr Smartphone, anstatt auf ihre Umgehung zu achten. Zahl und Schwere der dadurch verursachten Verkehrsunfälle steigen. Hamburger Medien berichten heute über so genannte Bodenampeln in Augsburg und Köln, die solche Unfälle an Straßenbahnhaltestellen verhindern sollen. „Diese Debatte erinnert mich an die Diskussion um Kinder und Autoverkehr“, erklärt dazu Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Seit Jahren wird darüber gestritten, ob das Kind verkehrsgerecht sein muss oder der Verkehr kindgerecht. Doch HandynutzerInnen wissen anders als die Kinder um die Gefahren im Straßenverkehr.“

Einen handygerechten Verkehr könne es nur geben, wenn alle stehen bleiben, egal ob zu Fuß, auf dem Rad oder im Auto. „Das kann niemand wollen“, so Sudmann. „Deshalb brauchen wir Verhaltensänderungen bei allen Beteiligten: Kopf hoch bei den HandynutzerInnen, Fuß runter vom Gas bei AutofahrerInnen. Bodenampeln an Haltestellen können nur eine Notlösung sein. Deutlich erhöht würde die Sicherheit aller übrigens bei Tempo 30 in der ganzen Stadt.“