Fahrradstadt Hamburg amtlich gescheitert

Der Senat hat die ersten Zahlen aus der aktuellen Studie zur Verkehrsmittelwahl der Hamburger_innen veröffentlicht. Auffällig ist die im Vergleich zu dem vorherigen Zeitraum 2002 bis 2008 geringere Zunahme des Radverkehrs. Auch der Autoverkehr hat in den letzten neun Jahren weniger abgenommen als in den Vorjahren. Eine deutliche Zunahme gab es beim ÖPNV, der Fußverkehr ist mit leichtem Rückgang fast gleich geblieben.

„Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es zum Lachen. Als es noch keine Fahrradstadt Hamburg gab, war der jährliche Anstieg der Radfahrenden höher als jetzt. So wird das nichts mit der vermeintlichen Fahrradstadt Hamburg“, kritisiert Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Auch der Autoverkehr ist von 2002 bis 2008 jährlich stärker gesunken als in den letzten neun Jahren. Einzig der ÖPNV-Anteil ist stärker gestiegen. Die Studie zeigt deutlich, dass Hamburg unter rot-grün von einer Verkehrswende weit entfernt ist. Schafft endlich schöne breite Radfahrstreifen, traut euch, den Autofahrer_innen gute Alternativen zu bieten – dann klappt es auch mit der Luftreinhaltung.“