HVV: Angebotsoffensive oder notwendiger Ausbau

Zum zweiten Mal hat der Senat heute die geplanten Ausweitungen im ÖPNV vorgestellt, die ab dem Fahrplanwechsel zum 9. Dezember gelten sollen.

 „Auch im zweiten Aufguss zeigt sich, dass die von Bürgermeister Tschentscher angekündigten Verbesserungen teilweise auf sich warten lassen. So werden sechs von zehn Buslinien erst im Laufe des Jahres 2019 häufiger fahren“, kritisiert Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Ohne Frage sei ein Ausbau des ÖPNV zu begrüßen. „Die jetzt ‚Angebotsoffensive‘ genannten Verbesserungen machen deutlich, dass seit Regierungsbeginn der SPD in 2011 zu wenig in den ÖPNV-Ausbau gesteckt wurde. Mehr Bahnen auf der Linie S3/S31 sind lange überfällig”. Für den Busverkehr sei ein erheblicher Ausbau nötig und auch vergleichsweise schnell zu schaffen. Eine wirklich große Angebotsoffensive habe Ende der 80er Jahre ein Buskernnetz mit einem durchgängigen Zehn-Minuten-Takt bis 23.00 Uhr, auch sonntags, geschaffen. “Heute rühmt sich der Senat für drei neue Metrobuslinien, die am Wochenende noch nicht mal einen Zehnminuten-Takt haben. Die LINKE fordert eine sozial-ökologische Verkehrswende mit einer radikalen Senkung der HVV-Fahrpreise, mehr Platz für Busse auf den Straßen zulasten des Autoverkehrs und einen Wiedereinstieg in die Stadtbahnplanung. Die Stadtbahn ist schneller und wesentlich kostengünstiger als eine U-Bahn.”