HVV-Preise müssen endlich runter!

In keiner deutschen Großstadt ist das Monatsticket für Bus und Bahn so teuer wie in Hamburg – das zeigt eine Studie des ADAC. „Der methodische Fehler des ADAC, in München nur zwei Zonen zugrunde zu legen, entwertet nicht den gesamten Vergleich: ÖPNV-Kund_innen in Hamburg zahlen im Vergleich tatsächlich deutlich mehr als in Berlin oder München“, erklärt dazu die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, Heike Sudmann. „Eine Abo-Jahreskarte für die gesamte Stadt kostet in Berlin 761 Euro, in München 750 und in Hamburg stolze 1.074 Euro, also jährlich rund 300 Euro mehr als in vergleichbaren Städten. Da kann der HVV noch so viele Nebelkerzen werfen – es ist so.“

Wiederholt hatte DIE LINKE eine Senkung der Fahrkartenpreise auf Berliner Niveau mit dem Ziel eines 365 Euro-Tickets beantragt, zuletzt während der Haushaltsberatungen im Dezember, erinnert Sudmann. „Doch das haben alle anderen Fraktionen abgelehnt, auch die, die jetzt plötzlich die Forderung nach einem 365 Euro-Ticket als eigene Erfindung präsentieren, um irgendwie fortschrittlich zu wirken.“