Neue Hoffnung für den City-Hof: UNESCO verzögert Abriss

  • 18. Juli 2018

Das Welterbezentrum der UNESCO wird dem Abriss der City-Hof-Häuser nicht auf der Grundlage der bisherigen schriftlichen Stellungnahmen des Senats zustimmen. Vielmehr will die UNESCO jetzt eine Beratungsmission nach Hamburg schicken. Das ergibt eine Anfrage der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft (Drs. 21/13744). „Das ist eine Klatsche für den Senat und gibt neue Hoffnung für den Erhalt des City-Hofs“, stellt die stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion Heike Sudmann fest. Bisher hatte der Senat insinuiert, das Welterbezentrum werde dem Abriss problemlos zustimmen. „Die Versuche des Senats, die Bedeutung des City-Hofs für das Welterbe Kontorhausviertel herunterzuspielen, konnten die UNESCO aber offenbar nicht überzeugen.“

Zu dem intransparenten Gehabe des Senats auch in dieser Angelegenheit passt, dass er nicht einmal die bloße Frage nach Kontakten zu UNESCO/ICOMOS beantwortet. „Diese Geheimniskrämerei ist nicht zu rechtfertigen, hier geht es um das öffentliche Welterbe und um ein Hamburger Denkmal“, kritisiert Sudmann. „Falls wirtschaftliche Interessen einer Veröffentlichung entgegenstehen, soll der Senat das gefälligst sagen.“

Im Juni 2018 hatte sich neben verschiedenen (hamburgischen) Organisation auch die Fraktion DIE LINKE mit großer Sorge über die Auswirkungen eines Abrisses des City-Hofs auf die Welterbestätte Kontorhausviertel an das UNESCO-Welterbezentrum und andere Institutionen gewandt. Der Antwort ist zu entnehmen, dass sich der Senat und das Auswärtige Amt mit den Stellungnahmen der Fraktion DIE LINKE sowie anderer Organisationen auseinandersetzen müssen.