Schiller-Oper – Denkmalschutz nicht aushebeln!

Am Dienstagabend hat Falko Droßmann, Leiter des Bezirksamts Hamburg-Mitte, die Ideen der derzeitigen Eigentümerin des Schiller-Oper-Areals zur Neubebauung vorgestellt. Statt die denkmalgeschützte Stahlkonstruktion des Zirkusbaus aus dem 19. Jahrhundert zu erhalten, soll demnach ein Neubau mit einer Rotunde und zwei Wohntürmen mit bis zu 10 Geschossen entstehen, alles in Ziegeloptik.

“Jahrzehntelang sind die Eigentümer_innen nicht ihrer Verpflichtung nachgekommen, die denkmalgeschützte Stahlkonstruktion zu erhalten. Je länger nichts getan wird, desto teurer wird der Erhalt”, stellt Heike Sudmann, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft fest. “Dieses Nichtstun jetzt mit lukrativen Neubauten zu belohnen, wäre ein weiterer Schandfleck auf der ohnehin nicht mehr weißen Denkmalweste des Hamburger Senats.”

Trotz Urlaubszeit und kurzfristiger Einladung waren knapp 200 Menschen zur Informationsveranstaltung gekommen. Dieses große Interesse und die kreativen Ideen aus dem Stadtteil müsse man nutzen, so Sudmann weiter. “Wohnungsbau und mögliche Stadtteilnutzungen als Köder auszuwerfen darf nicht zur fetten Beute für Investoren führen. Eigentum verpflichtet auch zum Denkmalschutz.”