Schon wieder Ganztags-Kündigung: Was weiß die Schulbehörde?

Die Schule Schnuckendrift in Fischbek musste laut Presseberichterstattung dem Ganztags-Träger Margaretenhort kündigen, weil die Ausstattung des GTS- Modells nicht mehr finanzieren kann. Der Träger soll in der Folge bereits etlichen ErzieherInnen gekündigt haben. „Wieder stürzen Eltern mit ihren Kindern in die Ungewissheit, wie es mit der Ganztagsbetreuung an ihrer Schule weitergeht“, kritisiert Sabine Boeddinghaus, schulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Wieder muss eine Schule dem Träger kündigen, weil die finanziellen Mittel nicht bedarfsdeckend sind. Wieder brechen wichtige Bindungen zwischen BetreuerInnen und Kindern jäh ab. Wieder haben Eltern die große Sorge, wie sie Berufstätigkeit und eine gute  Versorgung ihrer Kinder unter einen Hut bringen sollen. Und wieder verlieren pädagogische Fachkräfte ihren Arbeitsplatz!“

Mit einer Schriftlichen Kleinen Anfrage möchte Boeddinghaus erfahren, ob die zuständige Behörde Kenntnis von dem Vorgang hat und wie sie gedenkt, das Ganztagsangebot verlässlich zum kommenden Schuljahr abzusichern. Außerdem möchte sie wisse, warum die zuständige Behörde dem Antrag der Schule auf einen Wechsel zum GBS-Modell bereits zum Schuljahr 2013/14 nicht stattgegeben hat und warum sie der Schule diese Ablehnung nie mitgeteilt hat. „Die Kommunikation zwischen der Schulbehörde und den Schulen lässt offenbar zu wünschen übrig, ausbaden müssen es im Zweifel stets die Kinder und ihre Eltern“, so Boeddinghaus. „Ich erwarte von der Behörde, dass sie umgehend aktiv wird, damit ein Ganztagsangebot in guter Kooperation von Schule und Träger im Sinne der Kinder auch zum kommenden Schuljahr sichergestellt werden kann.“